SammlungAfrican Art Archive
Notizen

BAFUM Kopfhaube Maske

Eine stark patinierte Kopfbedeckung aus dunklem Holz (1. Hälfte 20. Jh., 36 cm) von den Bafum, einer Untergruppe der kamerunischen Grasfelder - enorm aufgeplusterte Wangen, wulstige, kugelförmige Augen und ein breites, zahnloses Grinsen.

1. Die Ästhetik der königlichen Vitalität

Die Bafum sind eine Untergruppe in den Kameruner Grasfeldern, einem Gebiet, in dem die Kunst eng mit der Gesundheit und Macht des Königreichs verbunden ist.

  • Der "Atem des Lebens": Diese Maske ist eine Explosion von Energie und Volumen. Die enorm aufgeblähten Wangen und die prallen, kugelförmigen Augen stehen für den "Atem des Lebens" und die robuste körperliche Kraft, die vom König (Fon) und seinen königlichen Vorfahren erwartet wird.

2. Das Aggressive Grinsen

  • Kein Lächeln: Für westliche Augen könnte der breite Ausdruck mit entblößten Zähnen wie ein Lächeln aussehen. In der Grassfields-Maskierung sind gefletschte Zähne jedoch ein Zeichen für aggressives Selbstvertrauen, aktives geistiges Engagement und gewaltige Kraft. Der Geist ist nicht glücklich - er ist grimmig, gesund und bereit, die Feinde des Königreichs zu verschlingen.

3. Abstammung und das Kwifon

Diese Maske wurde von Mitgliedern des Kwifon getanzt, dem übergeordneten regulatorischen Geheimbund.

  • Sie wurde waagerecht auf dem Kopf getragen und ermöglichte es dem Tänzer, ein massives, verschleierndes Kostüm zu tragen. Bei Festen erschien der Maskenbildner als riesiger, energiegeladener Geist, der dem Volk den Willen des Fon physisch aufzwang.

Zusammenfassung

Diese Bafum-Maske ist ein modellierter Ballon aus purer Energie. Sie fängt perfekt die Ästhetik der Grassfields ein, wo übertriebene volumetrische Formen die unzerstörbare Gesundheit und politische Dominanz des königlichen Hofes projizieren.