AFIKPO Mma Ji Yam Maske (mit Figur)
Eine hohe, brettartige Afikpo-Igbo-Maske Mma Ji (Yam-Messer) (1. Hälfte 20. Jh., 66 cm) aus Nigeria - eine schmale, vertikal gestreckte Silhouette, die in einem spitzen Kinn und einer Spitze endet, mit einer stilisierten, vorspringenden humanoiden Figur, die aus der zentralen Ebene herausragt. Das Holz ist mit abwechselnden geometrischen Blöcken in Rot, Weiß und Schwarz bemalt und weist eine trocken geriebene Patina auf.
1. Die Mma Ji und Afikpo Abstraktion
Die Afikpo-Untergruppe des Igbo-Volkes ist berühmt für diesen spezifischen, sehr architektonischen Maskentyp - die Mma Ji (Yam-Messer).
- Soaring Vertical Blade: Der Künstler abstrahiert die menschliche Form zu einer aufsteigenden vertikalen Klinge, wobei er die scharfe, kantige Geometrie gegenüber dem naturalistischen Porträt betont.
- Erzählender Kubismus in Relief: Die vorspringende zentrale Figur, die sich als Hochrelief von der flachen Platte abhebt, fügt eine Dimension des erzählerischen Kubismus hinzu und schafft eine visuell auffällige, hoch aufragende Silhouette, die den physischen Raum des Dorfplatzes während der Aufführungen dominieren soll.
2. Okumkpa-Feste und Yam-Verehrung
Diese Masken, die während der Trockenzeit und insbesondere bei den aufwändigen Okumkpa-Aufführungen getanzt werden, sind eng mit dem landwirtschaftlichen Zyklus verbunden - insbesondere zu Ehren der Yamswurzel, dem Grundnahrungsmittel und ultimativen Symbol für männlichen Reichtum und Prestige in der Igbo-Gesellschaft.
- Machete als Masken-Silhouette: Die scharfe, klingenartige Form ahmt ausdrücklich die schweren Macheten nach, die zum Roden von Feldern und zum Ernten von Yamswurzeln verwendet werden.
- Satirisches Sozialtheater: Die Maskenaufführung ist höchst satirisch und theatralisch - mit diesen hoch aufragenden Masken werden soziale Dramen aufgeführt, die die Moral der Gemeinschaft stärken, Übeltäter entlarven und die Ahnen unterhalten.
3. Pigmentverblassung und kinetische Abnutzung
Der Zustand der Oberfläche lässt auf eine Nutzung Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts schließen.
- Gebundene einheimische Pigmente: Die natürlichen polychromen Pigmente - weißes Kaolin, rotes Rotholz, schwarzer Ruß - sind durch wiederholte tropische Sonneneinstrahlung und intensive Handhabung stark verblasst, abgeplatzt und mit der Zellstruktur des Holzes verbunden.
- Performance Stumpfheit: Die Kanten der hölzernen Klinge und die vorspringende Figur zeigen erhebliche Stumpfheit und Reibung Verschleiß, bestätigt seine aktive Leben fest an den Gesichtern der sehr sportlich springenden Maskeraden geschnallt.
Zusammenfassung
Diese Afikpo-Maske Mma Ji ist ein überragendes Monument des landwirtschaftlichen Prestiges der Igbo und abstrahiert meisterhaft die menschliche Gestalt in eine scharfe geometrische Klinge. Die tief verblichenen einheimischen polychromen Pigmente und die Abnutzung bei der Aufführung machen sie zu einem der wichtigsten Artefakte der nigerianischen Maskerade.