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Notizen

CALABAR Altes Geldstück (gewickelte Bronzewährung, 13-18. Jh.)

Dieses massive, zylindrische Geldstück besteht aus einem dicken, schweren Bronzestab, der fest zu einer kontinuierlichen, spiralförmigen Spirale gewickelt ist, die an beiden Enden in massiven, ausgestellten Kappen endet. Die gesamte Metalloberfläche ist mit einer dicken, archäologischen Schicht aus leuchtend grünem Malachit und Cuprit überzogen.

1. Ästhetischer Stil und regionale Merkmale

Das aus der Cross River/Calabar-Region im Südosten Nigerias stammende Objekt ist eine spektakuläre, monumentale Variante der "Manilla"- oder Drehmomentwährung. Der Künstler hat ein riesiges Volumen einer geschmolzenen Kupferlegierung in eine perfekt gleichmäßige, schwere Spirale geformt. Das schiere Gewicht und die unnachgiebige Form sollten den Betrachter visuell und physisch überwältigen und sofort den immensen materiellen Reichtum und die metallurgischen Fähigkeiten der Abstammung des Besitzers vermitteln.

2. Rituelle Funktion und Geheimbund-Kontext

Lange vor der Einführung der europäischen Kolonialmünzen waren massive Bronzeformen wie diese der absolute Eckpfeiler der elitären westafrikanischen Wirtschaft. Sie waren zu schwer und zu wertvoll für die täglichen Markttransaktionen und wurden von den Ältesten der Geheimgesellschaften (wie den Ekpe) und den mächtigen Kaufleuten gehortet. Sie dienten ausschließlich dem Abschluss umfangreicher sozialer Verträge: der Zahlung königlicher Mitgiften, der Beilegung von Kriegen zwischen Stämmen oder dem Erwerb hochrangiger Titel innerhalb der Geheimbünde.

3. Physische Patina und Altersnachweis

Die Datierung (13.-18. Jahrhundert) wird durch den extremen metallurgischen Verfall der Bronze stark untermauert. Das Objekt weist eine schwere, aktive Bronzekrankheit und eine tiefgreifende, dicke Ausblühung der grünen Malachitkruste auf, die das gesamte Objekt bedeckt. Dieser Grad der Mineralisierung deutet darauf hin, dass es entweder jahrhundertelang als Hort vergraben oder in den feuchten, sauren Böden des Nigerdeltas versenkt wurde, was das Metall in einen nachweisbaren archäologischen Schatz verwandelte.

Zusammenfassung

Als monumentales Stück vorkolonialen westafrikanischen Finanzwesens ist diese Calabar-Spiralwährung atemberaubend in ihrer Größe und Ausführung. Ihre makellose, spiralförmige Geometrie und die prächtige grüne archäologische Patina machen sie zu einem Meisterwerk der alten nigerianischen Metallurgie.

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