NAFANA Plank Maske (Bedu)
Eine große flache Holzmaske (1. Hälfte 20. Jh., 134 cm) der Nafana von der Elfenbeinküste - oben ein massiver geschwungener Halbmond oder eine Scheibe, darunter ein geometrisches Gesicht mit röhrenförmigen Augen, verblasste polychrome Pigmente.
1. Die Architektur des Mondes
Die Bedu-Maske der Nafana ist sofort an ihrer gewaltigen zweidimensionalen Architektur zu erkennen. Das bestimmende Merkmal ist die massive offene Mondsichel oder Vollscheibe an der Spitze - eine ausdrückliche Verbindung der Maske zu den Mondzyklen, dem Wechsel der Jahreszeiten und den kosmischen Kräften, die die landwirtschaftliche Fruchtbarkeit bestimmen.
2. Ein Fest der Inklusion
Im Gegensatz zu den furchteinflößenden, geheimnisvollen Masken der Poro-Gesellschaft (die Frauen nicht sehen dürfen), ist die Bedu-Maske eine Maske der Integration der Gemeinschaft. Während eines einmonatigen Winterfestes (dem Zaurau) betritt der Bedu-Maskenbildner nachts das Dorf, um die Gemeinschaft zu segnen, Krankheiten zu heilen und die weibliche Fruchtbarkeit zu gewährleisten. Die Frauen sind aktiv an den Zeremonien beteiligt, singen und interagieren mit dem Geist.
3. Grafisches Polychromie-Design
Die Maske ist mit natürlichen Erdpigmenten - in der Regel roter Ocker, weiße Kreide und schwarzer Ruß - in abwechselnden geometrischen Mustern bemalt. Diese Schachbrettmuster und Dreiecke stehen für die moralische Dualität des Universums (gut/böse, männlich/weiblich, Nacht/Tag). Der visuelle Rhythmus sollte das Publikum blenden, während sich die Tänzerin im Feuerschein drehte.
Zusammenfassung
Der Nafana Bedu ist ein überragendes Leuchtfeuer der Gemeinschaftsheilung. Mit einer Höhe von 134 cm, seinem massiven Mondkamm und seinen lebendigen grafischen Mustern strahlt er einen freudigen, integrativen Geist aus, der das ganze Dorf segnen soll.