Anjenu (Idoma-Wassergeisterfigur)
Weiße, kaolingesichtige, meist weibliche Wasser- und Buschgeistfigur der Idoma, die mit Heilung, Fruchtbarkeit und Geisterbesessenheitstherapie in Verbindung gebracht wird; ein Kult, der nachweislich von den Igala abstammt.
Anjenu (Igala alijenu) sind aus Holz geschnitzte Wasser- und Buschgeisterfiguren, typischerweise weiblich und mit weißem Kaolingesicht, die mit Heilung, Fruchtbarkeit und Geisterbesessenheitstherapie in Verbindung gebracht werden. Anjenu-Schreine wurden von Priestern oder Priesterinnen geleitet, und die Statuen dienten als Gefäße für Geister, die sich durch Krankheit, Unfruchtbarkeit oder wiederkehrende Träume manifestierten.
Die Idoma selbst geben an, dass der Kult um die Zeit des kolonialen Kontakts herum von den Igala übernommen wurde. Die Figuren sind eine Synthese aus Igala-Alijenu-, Hausa-Bori- und Mami-Wata-Symbolik, was ihr hybrides, manchmal kosmopolitisches Aussehen erklärt. Anjenu ist der Objekttyp, der in westlichen Museumssammlungen der Idoma-Kunst am häufigsten vertreten ist und am häufigsten falsch zugeordnet wird; Sidney Kasfirs Artikel African Arts von 1982 bleibt die obligatorische Referenz.