Akua'ba (Asante-Ersatzkind-Figur)
Geweihte, geschnitzte Asante-Holzfigur mit scheibenförmigem Kopf und beringtem Hals, die von Frauen getragen wird, die schwanger werden wollen, und die in Schreinen verwendet wird; unterscheidet sich von der breiteren pan-Akan-Form.
Akua'ba (Plural akua'mma) in der spezifischen Asante-Tradition zeichnen sich durch einen dramatisch abgeflachten, scheibenförmigen Kopf aus - proportional größer im Verhältnis zum Körper als die meisten anderen regionalen Akan-Varianten -, der auf einem zylindrischen Hals mit mehreren horizontalen Ringen sitzt, mit einem vereinfachten Torso und minimalen oder fehlenden Gliedmaßen. Der Name geht auf eine Gründungsgeschichte zurück: Eine Frau namens Akua trug eine geschnitzte Holzfigur auf dem Rücken, bis sie ein Kind gebar, und der Brauch verbreitete sich von da an. Doran Ross und Herbert Cole (The Arts of Ghana, 1977) dokumentieren die Verwendung der Figur sowohl in persönlichen Fruchtbarkeitsritualen als auch in Schrein-Kontexten, die von Asante-Priestern (okomfo) verwaltet wurden, die die spirituelle Wirksamkeit der Figur über mehrere Klienten und Generationen hinweg aktivieren und pflegen konnten.
Für Sammler stellt die Asante akua'ba eine große Herausforderung bei der Authentifizierung dar, da sie zu den am häufigsten reproduzierten Formen in der afrikanischen Kunst gehört und die kommerzielle Exportproduktion seit den 1950er Jahren gut etabliert ist. Zu den Indikatoren für den echten Gebrauch und das Alter gehören eine unterschiedliche Oberflächenpolitur, die sich auf die Scheibe und den Hals konzentriert und vom Kontakt mit dem Körper herrührt, Spuren von Hyire (weißem Ton) oder anderen rituellen Zusätzen in den geschnitzten Vertiefungen, feine Rissnetzwerke, die auf gealtertes Holz hindeuten, und individuelle Schnitzereien, die eine leichte Asymmetrie im Gesicht erzeugen. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass die Bezeichnung "Fruchtbarkeitspuppe" in älteren Aufzeichnungen und Katalogen die operative rituelle Funktion der Figur falsch wiedergibt und vermieden werden sollte.