Ikhoko (Miniatur-Anhänger mit Gesicht)
Ein kleiner Pende-Anhänger aus Elfenbein oder Hartholz, der die Mbuya-Gesichtskanone verkleinert und von Häuptlingen, Jägern und Eingeweihten als persönliches Schutzamulett getragen wird.
Ikhoko (Plural; Singular kikhoko) gehören zu den markantesten und am meisten gesammelten Objekttypen der Pende: Miniatur-Gesichtsanhänger, in der Regel zwischen drei und acht Zentimetern hoch, geschnitzt aus Elfenbein, Tierknochen oder dichtem Hartholz. Sie wiederholen das wesentliche formale Vokabular der mbuya-Maske in voller Größe - das hängende dreieckige Auge, die breite Nase, den charakteristisch geformten Mund - in einem Maßstab, der sich für das persönliche Tragen an einer Kordel oder einem Gürtel eignet. Ihr Zweck ist apotropäisch: Sie wurden von Personen getragen, die persönlichen Schutz benötigten, darunter Häuptlinge, Jäger auf gefährlichen Expeditionen und Männer, die sich der Initiation unterzogen.
Die ikhoko sind nicht als Schmuck im westlichen Sinne zu verstehen, auch nicht als rein dekorative Miniaturen; ihre Wirksamkeit wurde der gleichen verdichteten spirituellen Kraft (kindoki-bezogener Schutz) zugeschrieben, die mit der Maskeradentradition verbunden ist, von der ihre Form herrührt. Echte Exemplare aus Elfenbein zeigen feine, präzise Schnitzereien der Gesichtszüge und eine warme, tiefe Patina, die sich über Jahre des Körperkontakts entwickelt hat. Da ikhoko klein und leicht zu reproduzieren sind, gehören sie zu den Pende-Objekten, die am häufigsten als touristische Repliken angeboten werden.