Kambon (Kantana Oberbegriff für die horizontale Wappenmaske)
Der Kantana-Begriff für die horizontale hölzerne Helm- oder Kammmaske, die in der *Mangam*-Gesellschaft verwendet wird und sowohl die Büffel- als auch die Antilopen-Unterarten umfasst.
Im Sprachgebrauch der Kantana bezeichnet kambon (in einigen Distriktdialekten auch als zumu wiedergegeben) die hölzerne Wappenmaske als eine Objektkategorie, die sich vom Namen der Gesellschaft (Mangam), die sie betreibt, unterscheidet. Der Begriff deckt die gesamte zoomorphe Bandbreite der Kantana-Maskerade ab: Buschkuh- (Büffel-) Wappen sind am zahlreichsten und in internationalen Sammlungen am stärksten vertreten, aber Antilopenwappen - die Wasser- und Schilfböcke mit unterschiedlich konfigurierter Horngeometrie darstellen - bilden einen dokumentierten sekundären Untertyp innerhalb desselben formalen und rituellen Rahmens. Beiden Untertypen gemeinsam sind die horizontale Aufhängung, das Opferpatina-Programm und das Kostüm aus Bast und getrocknetem Gras, das den Körper des Darstellers während des Tanzes verdeckt. Die Unterscheidung zwischen den Untertypen ist innerhalb der Gemeinschaft ikonografisch bedeutsam, da die verschiedenen Tiergeister unterschiedliche landwirtschaftliche und schützende Assoziationen haben, wurde aber in westlichen Sammlungsunterlagen systematisch unterdokumentiert, wo beide Formen häufig einfach als "Büffelwappen" oder "Buschkuhmaske" katalogisiert werden.
Die Aktivierungszeremonie, die ein frisch geschnitztes Kambon von einem profanen Holzobjekt in eine rituell wirksame Einheit verwandelt, beinhaltet eine Trankopferung im Dorfschrein oder Buschheiligtum: Speziell für diesen Zweck gebrautes Hirsebier, Palmöl und rotes Rotholzpulver werden aufgetragen, während spezielle rituelle Gebete den Geist des dargestellten Tieres an das Holz binden. Diese Aktivierung - und die ergänzende Deaktivierung, wenn die Wünschelrutengänger feststellen, dass das Objekt spirituell erschöpft ist - bedeutet, dass das Kambon nicht als dauerhaftes heiliges Gefäß, sondern als vorübergehende Behausung für eine geistige Kraft verstanden wird. Die praktische Konsequenz für den Sammler ist, dass die Patina nicht nur ein ästhetischer Beweis für das Alter ist, sondern nach dem Verständnis der ursprünglichen Gemeinschaft die akkumulierte materielle Aufzeichnung des Aufenthalts des Geistes in dem Objekt ist.