Marka-Folienmaske (metallummantelte Gesichtsmaske)
Eine Einweihungsmaske der Marka, bei der ein geschnitztes Holzgesicht ganz oder teilweise mit gehämmertem Zinn-, Messing- oder Kupferblech bedeckt ist; sie ist das wichtigste Sammlerstück dieser Tradition.
Die Marka-Folienmaske ist die charakteristische Kunstform des Volkes der Marka (Warka/Dafing) in Mali und im Nordwesten Burkina Fasos. Ein Holzkern, der im länglichen Mande-Gesichtskanon geschnitzt ist, wird mit dünnem Metallblech - meist Zinn, seltener Kupfer oder Messing - ummantelt, das so gepresst wird, dass es dem Gesichtsrelief folgt, und mit kleinen Nägeln entlang des Umfangs und an strukturellen Punkten wie dem Brauenkamm und den Nasenlöchern befestigt wird. In die Metalloberfläche eingeritzte geometrische Muster gliedern die Stirn und die Wangen, und die reflektierende Qualität des polierten Metalls wurde als Verkörperung der leuchtenden Kraft des Wassers und der Ahnengeister verstanden, die bei Maskeraden der do- und jo-Gesellschaften angerufen wurden.
Ab den 1950er Jahren gelangte diese Form in großer Zahl auf den westlichen Kunstmarkt und wurde häufig unter dem Label Bamana (Bambara) katalogisiert, bis Fachstudien über die Mande-Untergruppen die Zuordnung klärten. Der Markt für diese Masken hat eine beträchtliche Reproduktionsindustrie hervorgebracht: Sowohl reine Touristenkopien als auch "verbesserte" Komposita - einfache ältere Holzmasken, auf die eine neue Metallfolie aufgebracht wurde - sind weit verbreitet. Die Echtheit hängt daher von der übereinstimmenden Alterung des Holzkerns, der Heftköpfe und der Folienoberfläche ab, die unter Streiflicht und gegebenenfalls durch eine XRF-Metallanalyse beurteilt wird.