Mukanda (Chokwe männliche Initiation)
Die Chokwe-Institution für männliche Beschneidung und Initiation - eine mehrmonatige Internatsschule, in der die gesamte Palette der Chokwe-Masken und figurativen Schnitzereien hergestellt und aktiviert wird.
Mukanda ist die männliche Beschneidungs- und Initiationseinrichtung, die das soziale, politische und künstlerische Leben der Chokwe strukturiert. Es handelt sich nicht um eine einzelne Zeremonie, sondern um eine mehrmonatige Internatsschule, in der Jungen zurückgezogen, beschnitten, unterrichtet und als erwachsene Männer wiedereingegliedert werden.
Die gesamte Palette der Chokwe-Masken - mwana pwo, cihongo und Nebenmasken - sowie figürliche Schnitzereien und Körperschmuck werden für die mukanda hergestellt und in ihr aktiviert. Praktisch jede Kategorie von Chokwe-Sammelobjekten hat eine definierte Rolle innerhalb des mukanda-Systems; das Verständnis dieses Systems ist die Voraussetzung dafür, zu verstehen, warum ein Objekt hergestellt wurde, wer es benutzen konnte und was es bedeutete. Ohne diesen Rahmen werden die rituellen Instrumente auf dekorative Objekte reduziert (Jordán 1998).