Patine de fumée
Im Englischen: Soot-encrusted smoke patina
Eine Passivrauchpatina - Jahrzehnte über einem Haushaltsherd hinterlassen eine tiefschwarze, insektenfeindliche, teerige Oberfläche.
Eine passive (nicht rituell aufgetragene) Patina. Viele Masken, Ahnenfiguren und rituelle Utensilien wurden traditionell in den Dachsparren oder Giebeln der Hütten aufbewahrt, direkt über der zentralen Feuerstelle, wo gekocht und geheizt wurde.
Jahrzehntelang setzten sich Ruß, Asche und teerhaltiges Kondensat vom brennenden Holz auf den Gegenständen ab. Das Ergebnis: eine tiefschwarze, extrem haltbare, matte bis seidenmatte Oberfläche, die das Holz gleichzeitig imprägniert und vor Xylophagen (holzfressenden Insekten) schützt. Der Geruch von gut gealtertem Rauch ist selbst eine Diagnose - eine scharfe, beißende Note von verbranntem, grünem Holz deutet heute in der Regel auf eine künstliche Feueralterung, d. h. auf eine Fälschung hin. Die gleiche Note auf einer nepalesischen Maske deutet auf die Echtheit hin (die Lagerung auf Feuerstellen im Himalaya war bis vor kurzem noch üblich).