Suaga (rituelle Vereinigung)
Die wichtigste rituelle Gesellschaft der Mambila, die für die Regulierung der Gemeinschaft, die Beilegung von Streitigkeiten und die Maskerade zuständig ist und deren Mitglieder zoomorphe und zusammengesetzte Masken aus hell bemaltem Holz verwenden.
Die suaga (in einigen Transkriptionen auch als swaga wiedergegeben) ist die zentrale rituelle und quasi-richterliche Vereinigung in den Hochlandgemeinden der Mambila auf beiden Seiten der Grenze zwischen Nigeria und Kamerun. Im Gegensatz zu den stark hierarchisch geprägten Palastgesellschaften der Grassfields-Königreiche funktionierte die suaga in einer relativ egalitären Dorfstruktur und bezog ihre Autorität eher aus der Sanktionierung durch die Vorfahren und die Geistlichkeit als aus der Delegation durch den Chef. Die Mitgliedschaft war nach Alter und Geschlecht gestaffelt, und die Maskeraden der Vereinigung waren der wichtigste Mechanismus, mit dem gemeinschaftliche Sanktionen durchgesetzt und wichtige landwirtschaftliche und Totenriten durchgeführt wurden.
Die von den Mitgliedern der suaga verwendeten Masken sind typischerweise zoomorph oder zusammengesetzt - mit hunde-, rinder- oder vogelähnlichen Elementen -, aus weichem, hellem Holz geschnitzt und in der für die Mambila charakteristischen rot-schwarz-weißen Farbpalette bemalt. David Zeitlyns Feldforschung ist die detaillierteste Veröffentlichung über die Organisation und rituelle Praxis der suaga. Da suaga-Masken mit aktiver Zwangsgewalt verbunden waren, wurde ihre Entfernung aus dem Gemeinschaftskontext manchmal abgelehnt, und die auf dem Markt befindlichen Objekte können eine komplexe Geschichte haben.