Biteki (Teke-Powerfigur)
Geschnitzte, stehende männliche Figuren des Teke-Volkes, deren Wirksamkeit in einer verpackten magischen Ladung (*Bonga*) lag, die an den Unterleib gebunden und von einem Ritualspezialisten aktiviert wurde.
Biteki (Einzahl teke oder nteke) sind die zentrale skulpturale Form des Teke-Volkes in der Republik Kongo und der westlichen DR Kongo. Jede Figur ist aus Holz geschnitzt und hat eine aufrechte männliche Form mit einem charakteristischen schmalen Gesicht mit dichten vertikalen Streifen und einem hervorstehenden spitzen Bart. Das entscheidende Element ist jedoch die Bonga - eine zusammengesetzte Masse aus mineralischen Pigmenten, Harzen, pflanzlichen und tierischen Materialien - die um den Unterkörper der Figur gewickelt und festgezurrt ist. Es ist die bonga, die von einem nga (Ritualspezialisten) zusammengesetzt und aktiviert wird, die dem Objekt seine Kraft verleiht; die Schnitzerei ist eher ihr notwendiges Gefäß als ihre Quelle.
Die Funktion der biteki umfasste den Schutz von Einzelpersonen und Stammesgruppen, Heilung, juristische Schwüre und die Vermittlung der Kraft der Ahnen. Die Felddokumentation von Robert Hottot aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert ist nach wie vor grundlegend für das Verständnis des ursprünglichen Einsatzkontextes. Auf dem zeitgenössischen Markt sind viele Exemplare im Umlauf, bei denen die Bonga durch Verfall oder absichtliche Entfernung fehlt; solche entkleideten Figuren behalten ihre geschnitzte Form, sind aber unvollständige Objekte und sollten entsprechend bewertet werden. Der Begriff "Fetisch", der noch in älteren Katalogeinträgen zu finden ist, ist sowohl technisch ungenau als auch redaktionell im seriösen kunsthistorischen Sprachgebrauch nicht zu gebrauchen.