Vere iron currency (flaches, eckiges Prestigeeisen)
Eine Kategorie von flachen, kantigen, gehämmerten Eisenobjekten, die von den Vere in der Region Adamawa hergestellt wurden und als Prestigewährung und Tauschobjekte für Brautgeld dienten.
Die eiserne Währung der Vere-Tradition und der breiteren Tradition des oberen Benue-Korridors hat die Form von flachen, kantigen, gelegentlich mehrzackigen Objekten, die aus Schmiedeeisen zu einem klaren, bewussten Profil gehämmert wurden. Die Beispiele aus Vere zeichnen sich durch ihre flache, klingenartige Morphologie aus - eine formale Reduktion, die sie von den in einigen benachbarten Benue-Tal-Gemeinschaften dokumentierten Spiralwährungen und von den mit Chamba-Gruppen assoziierten Hackenwährungen unterscheidet. Die stabile, gleichmäßige Rostpatina alter Exemplare, die fest mit dem Eisenkern verbunden ist, spiegelt die Schmiedepraktiken mit hohem Kohlenstoffgehalt wider, die in den Schmiedetraditionen der Savannenzone üblich sind; schlecht verfestigter, abblätternder Rost deutet auf eine spätere Herstellung oder Umweltschäden hin.
Diese Objekte zirkulierten als Prestigeobjekte in Brautgeschäften und vor allem im Tauschhandel, wobei ihr Wert sowohl in der kontrollierten Kunstfertigkeit des Schmieds als auch im Rohmaterial lag. Auf dem europäischen und amerikanischen Kunstmarkt hat die Eisenwährung von Vere als frühe Form der strengen formalen Abstraktion die Aufmerksamkeit der Sammler auf sich gezogen, und die Stücke wurden je nach Kenntnis des Verkäufers unter den Bezeichnungen Vere, Chamba und allgemein "Adamawa" oder "Nigeria" verkauft. Die Wissenschaft ist sich einig, dass eine sichere Zuordnung von nicht dokumentiertem Eisengeld aus der oberen Benue-Zone nur durch einen genauen formalen Vergleich mit dokumentierten, vor Ort gesammelten Exemplaren möglich ist.