Yikpabongo (Steinkreis-Grabhügel)
Archäologische Stätte in der Upper West Region im Norden Ghanas und wichtigster Ausgrabungsort der Komaland-Terrakotta-Tradition; gekennzeichnet durch irdene Grabhügel, die durch Steinkreise an der Oberfläche begrenzt sind.
Yikpabongo, in der Upper West Region im Norden Ghanas gelegen, ist der Typusort und der am umfassendsten ausgegrabene Ort der archäologischen Terrakotta-Tradition von Komaland. Die von James Anquandah in den 1980er Jahren begonnenen Feldforschungen haben den stratigrafischen Charakter der Stätte bestimmt: niedrige Erdhügel, die in der Regel einen Durchmesser von einigen Metern haben, sind an der Oberfläche durch grob kreisförmig angeordnete Lateritsteine gekennzeichnet und enthalten Einzel- oder Mehrfachbestattungen von Menschen, begleitet von Terrakottafiguren, Keramikgefäßen und in einigen Fällen von Eisenobjekten. Die Steinkreise sind das diagnostische Oberflächenmerkmal, das die Bestattungskontexte von Komaland von anderen archäologischen Ablagerungen im Norden Ghanas unterscheidet.
Nachfolgende Arbeiten unter der Leitung von Benjamin Kankpeyeng in Yikpabongo und verwandten Stätten haben den chronologischen Rahmen durch Thermolumineszenz-Datierungen verfeinert und die dokumentierte typologische Bandbreite des Terrakotta-Korpus erweitert. Die Stätte wurde seit Mitte der 1980er Jahre stark geplündert, wodurch der stratigrafische Kontext für die meisten der im Umlauf befindlichen Marktstücke zerstört wurde. Das Programm der Universität Ghana zur kontrollierten Ausgrabung und Dokumentation in Yikpabongo stellt die wichtigste Quelle für wissenschaftlich kontextualisiertes Vergleichsmaterial dar, anhand dessen bewährte und unbewiesene Marktstücke bewertet werden müssen.