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Notizen

KULANGO Weibliche Ahnenstatue

Eine tief patinierte weibliche Holzfigur (77 cm), wohl aus dem 19. Jahrhundert, von den Kulango der Elfenbeinküste - mit gewölbter Kammfrisur, ausgeprägten Brüsten und auffallend wulstigen muskulösen Gliedmaßen.

1. Die Kulango-Ästhetik

Die Kulango leben im Nordosten der Elfenbeinküste in der Nähe der Grenzen zu Burkina Faso und Ghana.

  • Seltene Erzeugnisse: Ihre figürlichen Skulpturen gelten als weitaus seltener als die ihrer bekannteren Nachbarn wie der Baule und Lobi.
  • Flüssige Volumen: Die Schnitzer übertreiben die Waden und Arme zu geschwollenen, muskulösen Formen - eine Ästhetik der gespeicherten Lebensenergie (nyama) und nicht der zarten Schönheit.

2. Die Gründerin der Matriarchin

Diese Figur ehrt eine weibliche Gründervorfahrin.

  • Fruchtbares Fundament: Die schweren, geschwollenen Brüste und der starke Rahmen betonen ihre Rolle als unnachgiebige Mutter der Linie.
  • Ursprung des Clans: Sie ist die Matriarchin, die die frühesten Generationen geboren, bewirtschaftet und beschützt hat - die lebenden Frauen des Dorfes sind ihre direkten Nachfolgerinnen.

3. Zuschreibung an das 19. Jahrhundert

Mit 77 cm ist dies eine beachtliche Schreinfigur.

  • Glänzende Opferpatina: Jahrzehntelange Palmöltrankopfer und rituelle Handhabung haben die Oberfläche zu einem tiefen, geglätteten Glanz verdunkelt.
  • Holz durch Gebrauch konserviert: Die gleichen rituellen Fette, die der Figur ihr Finish verliehen haben, haben auch das Holz konserviert, was ihr Überleben aus dieser frühen Periode begünstigt haben dürfte.

Zusammenfassung

Diese Kulango-Figur stellt ein seltenes Beispiel ost-ivorischer Schnitzkunst dar. Sie verzichtet auf zarte Schönheit zugunsten muskulöser, voluminöser Kraft und gilt als ein dem 19. Jahrhundert zugeschriebenes Werk, das die matriarchalische Stärke des Clans versinnbildlicht.

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