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Notizen

KUBA Helmmaske (Pwoom Itok)

Eine markante keilförmige Holzhelm-Maske (1. Hälfte 20. Jh., 44 cm) - eine Pwoom Itok aus dem Kuba-Königreich in der DR Kongo. Ausgestellt in der französischen Botschaft in Wien.

1. Die Figur: Der weise Bürger

Das Maskenwesen der Kuba ist ein komplexes königliches Theater. Während einige Masken den König oder göttliche Stifter darstellen, spielt der Pwoom Itok eine sehr glaubwürdige Rolle.

  • Die Stimme des Volkes: Er wird oft als weiser, alternder Bürger oder als ausländischer Reisender interpretiert. Während der Tänze interagiert er direkt mit dem Publikum und fungiert als Gegenpol zu den hochmütigen königlichen Geistern, indem er durch Pantomime moralische Belehrungen erteilt.
  • Die Geometrie des Alters: Das nach unten gerichtete keilförmige Kinn und die schwere Stirn verleihen der Maske einen müden Ausdruck.

2. Symbolik und Oberflächendetails

Die Schnitzerei folgt strengen ästhetischen Regeln der Kuba.

  • Die "Tränen"-Ritzungen: Das diagnostischste Merkmal sind die vertikalen Reihen von eingeritzten Punkten unter den Augen. Diese werden allgemein als Tränen (masyoji) interpretiert, die die angesammelten Sorgen, Erfahrungen und die Weisheit des Alters symbolisieren.
  • Die Hörner: Die kleinen abstehenden Hörner oder Ohren an den oberen Ecken signalisieren seine Verbindung zu den wilden Kräften der Natur und erinnern die Gemeinschaft daran, dass auch zivilisierte Ältere die Gefahren des Waldes kennen.

3. Ausstellung und Status

  • Traditionelle Korrektheit: Die Aufnahme in die Ausstellung der Französischen Botschaft in Wien zeigt, dass das Stück eine makellose traditionelle Korrektheit besitzt - das Markenzeichen der höfischen Schnitzerei.
  • Funktionale Augen: Die rechteckigen durchbohrten Augen ermöglichten es der Tänzerin, zu sehen und gleichzeitig einen stoischen, angestammten Blick während der hoch choreographierten Hofaufführungen aufrechtzuerhalten.

Zusammenfassung

Der Pwoom Itok ist die "Stimme des Volkes" in der Geisterwelt der Kuba. Durch strenge geometrische Reduktion und spezifische symbolische Markierungen (die Tränen) hat der Schnitzer den universellen Archetyp des weisen, wettergegerbten Alten eingefangen.

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