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Ritual & Sprache· Makonde (Bantu, Tanzania / Mozambique)

Makonma (Makonde Gesichtsmaske)

Gesichtsbedeckende Maske des Makonde-Komplexes, vor dem Kopf getragen im Gegensatz zur Helmmaske *lipiko*; häufiger auf tansanischer Seite und bei den Nachbarn Makua und Mwera.

Makonma ist die Makonde-Bezeichnung für die Gesichtsmaske im Unterschied zur Helmmaske lipiko, die oben auf dem Schädel des Tänzers sitzt. Beide gehören zur mapiko-Maskerade der Rovuma-Region, doch die Gesichtsmaske bedeckt die Vorderseite des Kopfes, wird mit Schnur festgebunden und mit einem Stoff- oder Faserkostüm getragen, das den Tänzer verbirgt. Typische Stücke sind kleine Ovale aus leichtem Holz, 15 bis 30 cm hoch, mit Schlitzaugen, gerader Nase, vorstehendem Mund und kleinen durchbohrten Ohren, rotbraun oder schwarz gefasst und mit applizierten Wachs-Tätowierungen (dinembo) verziert.

Gesichtsmasken sind bei den tansanischen Makonde und ihren Nachbarn Makua und Mwera häufiger als auf dem Mueda-Plateau in Mosambik, wo die Helmmaske dominiert und Gesichtsmasken mitunter als übernommene Form von geringerem Ansehen gelten (Israel 2014; Kingdon 2002). Weil dieselben Werkstätten mehrere Völker belieferten, werden Gesichtsmasken dieser Art meist dem Makonde-Komplex zugeschrieben statt einer einzelnen Gruppe.

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