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Notizen

BAGA D'mba / Nimba Schultermaske (ikonisch, 80 cm)

Diese massive, klassische hölzerne Schultermaske zeigt einen monumentalen, ausladenden Kopf mit einer markanten, schnabelartigen Nase, einem U-förmig geschnitzten Kamm und großen, herabhängenden Brüsten, die zwischen vier schweren Stützbeinen herabhängen. Das stark oxidierte Holz weist eine trockene, krustige Patina und alte Bearbeitungsspuren auf.

1. Ästhetischer Stil und regionale Charakteristika

Die D'mba (oft auch Nimba genannt) gilt als eine der bedeutendsten Schöpfungen des Baga-Volkes in Guinea und als eine der bekanntesten skulpturalen Formen in der gesamten afrikanischen Kunst. Die Ästhetik zeigt einen architektonischen Hybrid. Der massive, ausladende Kopf kombiniert das stilisierte Profil eines Adlers oder Nashornvogels mit menschlichen Zügen, gekrönt von einer kunstvoll geschnittenen, geflochtenen Frisur. Darunter symbolisieren die flachen, hängenden Brüste das traditionelle Ideal einer reifen, nährenden Mutter, die viele Kinder zur Welt gebracht hat. Die vier Beine sind so gestaltet, dass sie direkt auf den Schultern der Tänzerin ruhen.

2. Rituelle Funktion und Geheimbund-Kontext

D'mba ist die universelle Mutter, ein Symbol der Fruchtbarkeit, der Freude an der Gemeinschaft und des landwirtschaftlichen Überflusses. Sie steht nicht für einen bestimmten Geist, sondern für das übergreifende Ideal der Baga-Gesellschaft. Die Maske wird von einer massigen, kräftigen Tänzerin getragen, die sich unter einem riesigen Bastrock verbirgt (und durch die zwischen den Brüsten eingeschnittenen Sichtlöcher nach draußen blickt). Sie wird bei Erntefesten, Hochzeiten prominenter Familien und Beerdigungen großer alter Menschen getanzt. Ihr Erscheinen löst sofortige Freude aus, und unfruchtbare Frauen bewerfen sie mit Reis, um sich den Segen der Geburt zu sichern.

3. Physische Patina und Altersnachweis

Die schiere Größe (80 cm) und die Altersspuren dieser Maske sprechen für eine Herkunft aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das schwere Tropenholz ist zu einem tiefen, trockenen Braun oxidiert, wobei sich deutliche Austrocknungsrisse durch den Scheitel ziehen. Die komplizierten linearen Schnitzereien auf dem Gesicht und den Haaren sind mit altem, gehärtetem Staub gefüllt. Vor allem aber sind die Innenränder der vier Schulterstützen und die Kanten der Brüste durch die Reibung, die durch wiederholtes Tanzen und Hantieren entstanden sein kann, glatt poliert.

Zusammenfassung

Die Baga D'mba ist eine weltweit anerkannte Ikone der afrikanischen Kunst, die auf charakteristische Weise die Konzepte der Macht der Vögel und der menschlichen mütterlichen Fruchtbarkeit miteinander verbindet. Die monumentalen Ausmaße dieser Maske, die feine lineare Schnitzerei und die ausgeprägte Patina machen sie zu einem für Sammlungen bedeutenden Objekt.

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