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Notizen

BAMANA Prestige Lanze mit Figuren

Eine imposante geschmiedete Eisenlanze (wohl 1. Hälfte 20. Jh., 177 cm) von den Bamana aus Mali - eine Speerspitze an der Spitze und filigrane stilisierte menschliche Figuren, die direkt in den zentralen Schaft geschmiedet sind.

1. Die heilige Kraft des Eisens

In der Bamana-Gesellschaft gilt Eisen nicht nur als Metall, sondern als ein rituell aufgeladenes Medium, das Nyama (okkulte Kraft / Lebensenergie) in sich tragen soll.

  • Der Schmied (Numu): Die Schmiede, die diese Stäbe herstellen, gehören einer endogamen Kaste an. Sie werden traditionell respektiert als Persönlichkeiten, die Einfluss auf Feuer und Erde ausüben. Die Herstellung eines Stabs dieser Größenordnung setzt hochentwickelte metallurgische Fähigkeiten voraus.

2. Rituelle Stäbe der Ältesten

Diese Lanze wird nicht als Kriegswaffe, sondern als Altar und Abzeichen des Amtes interpretiert.

  • Die Figuren: Die kleinen stilisierten Eisenfiguren, die in den Schaft geschmiedet sind, stellen vermutlich Ahnen oder Naturgeister dar.
  • Funktion: Stäbe wie dieser befanden sich im Besitz hochrangiger Ältester der Jo-Gesellschaft oder von Meisterjägern. Bei Zeremonien in den Boden gesteckt, diente der Eisenstab der Überlieferung nach dazu, die Kräfte (Nyama) des Busches zum Schutz und zur Weissagung ins Dorf zu leiten.

Zusammenfassung

Diese Bamana-Eisenlanze gilt als ein eindrucksvolles Zeugnis der sahelischen Metallurgie. Fast zwei Meter hoch, wird sie als physische Manifestation von nyama verstanden, geschmiedet von einem erfahrenen Schmied – ein bedeutendes Symbol ritueller Autorität für einen Bamana-Ältesten.

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