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Notizen

BAMANA Hyänenmaske (Suruku, Kore Society, 19. Jh., 38 cm)

Eine stark abstrahierte, stark verwitterte Holzmaske, die einen stilisierten Tierkopf (Hyäne) mit einer massiven, gewölbten Stirn, tiefliegenden, kantigen Augenhöhlen und einer langen, scharf abfallenden Schnauze darstellt. Die Oberfläche ist außerordentlich trocken, verkrustet und weist keinerlei Politur auf; in einem Ohr befindet sich ein alter Metallring.

1. Ästhetischer Stil und regionale Charakteristika

In der Bamana-Kosmologie ist die Hyäne (suruku) ein komplexes Wesen, das mit tiefer Buschintelligenz, Völlerei und dem Bruch gesellschaftlicher Tabus in Verbindung gebracht wird. Die Schnitzerei dieser Maske veranschaulicht eindringlich die Prinzipien des westafrikanischen Kubismus. Die naturalistische Darstellung weicht harten, sich überschneidenden Flächen und tiefen, negativen Räumen (den Augenhöhlen), wodurch eine strukturell kraftvolle und ausdrucksstarke Form entsteht. Diese strenge Architektur spiegelt die raue, unnachgiebige Natur des malischen Busches und die ernsten moralischen Lehren der Kore-Gesellschaft wider.

2. Rituelle Funktion und die Kore-Gesellschaft

Diese Maske wird dem Geheimbund der Kore zugeordnet. Bei den Initiationsriten der Kore verhalten sich die Tänzer, die diese Masken tragen, unberechenbar und aggressiv und dienen als satirisches Gegenbeispiel, um den jungen Männern den Wert von Zurückhaltung, Weisheit und sozialer Ordnung zu vermitteln. Die komplexe symbolische Aufladung der Hyäne - sowohl intelligent als auch gefräßig, sowohl mächtig als auch beschämend - macht sie zu einer idealen pädagogischen Figur für den Unterricht durch Umkehrung. Die Kore-Lehre vermittelt Tugend durch das Spektakel ihrer Verletzung.

3. Physische Patina und Altersnachweis

Der physische Zustand dieser Maske legt ein hohes Alter nahe. Das Holz zeigt deutlichen Zellabbau, was zu einer trockenen, verkrusteten und stark erodierten Oberfläche geführt hat, die ihren ursprünglichen Anstrich verloren hat. Die Ränder der Schnauze und der Ohren sind durch lang anhaltende Umwelteinflüsse abgerundet, und der alte, oxidierte Metallohrring stützt die Einordnung als rituelles Objekt, das mit einer Datierung in das 19. Jahrhundert vereinbar ist.

Zusammenfassung

Eine ausdrucksstarke und strukturell bemerkenswerte Hyänenmaske, die der Kore-Gesellschaft der Bamana zugeschrieben wird. Ihre ausgeprägte, kubistische Abstraktion und die deutlichen Altersspuren machen sie zu einem seltenen Zeugnis der malischen Initiationsriten.

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