BAMILEKE Kopfhaube Maske (Batcham / Tsemabu)
Eine dynamische, abgeflachte hölzerne Scheitelmaske (wohl 1. Hälfte 20. Jh., 100 cm) von den Bamileke aus Kamerun – mit geschwungenen Wangenknochen, hervorstehenden röhrenförmigen Nasenlöchern und feinen haarähnlichen linearen Streifen über der oberen Kuppel. Veröffentlicht in AFRICANA (S. 178) und KOPFSKULPTUREN (S. 142).
1. Eine veröffentlichte globale Ikone
Die Maske im Batcham-Stil gehört zu den bekanntesten und visuell auffälligsten Formen in der afrikanischen Kunst, die seit dem frühen 20. Jahrhundert gesammelt wird. Dieses Stück gilt als repräsentatives Beispiel und wurde in zwei Fachpublikationen veröffentlicht.
2. Radikaler Königskubismus
- Dekonstruierte Anatomie: Der Bamileke-Schnitzer dekonstruiert das menschliche Gesicht: Die Wangenknochen sind zu massiven horizontalen Flügeln aufgeweitet, die Nasenlöcher als langgezogene Röhren gestaltet. Die obere Kuppel – die eine königliche Frisur darstellt – ist ein breiter flacher Schild, der mit parallelen Wellenlinien bedeckt ist.
- Die Tsemabu-Gesellschaft: Diese Maske war traditionell wohl nicht zur Unterhaltung gedacht. Sie wird der Tsemabu- oder Msop-Gesellschaft zugeschrieben – einer einflussreichen Geheimgesellschaft des Königreichs. Sie wurde Berichten zufolge bei der Beerdigung des Fon (König) oder der Anführer der Gesellschaft eingesetzt und versinnbildlicht die Autorität des königlichen Hofes.
Zusammenfassung
Dieses Wappen von Batcham gilt als ein publiziertes, herausragendes Beispiel extremer geometrischer Abstraktion. Mit einer Größe von einem Meter stellt es ein ausdrucksstarkes Symbol des kamerunischen Königshauses dar, das durch seine weite horizontale Architektur besticht.



