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Notizen

Eine hohe, stark abstrahierte Schultermaske aus Holz: Ein kleiner, stilisierter Kopf mit Kamm und eisernen Ringen an den Ohren sitzt auf einem langen, schlanken Säulenhals, der aus einem Kranz kleiner geschnitzter Köpfe auf einem großen, blockartigen Körper aufsteigt. Spuren von roter, grüner und weißer Farbe sind sichtbar.

1. Ästhetischer Stil und Abstraktion des Benoue-Flusses

Dieses Objekt wird dem Volk der Karim aus dem Benoue-Flussbecken im Nordosten Nigerias zugeschrieben. Die Ästhetik teilt eine ausgeprägte geometrische Abstraktion mit den Nachbarn, den Mumuye. Die menschliche Form wird gestreckt und auf grundlegende Strukturelemente reduziert: Ein langer, säulenartiger Hals trägt einen scharf geschnittenen, zierlichen Kopf, an dessen Fuß ein Kranz kleiner Köpfe sitzt. Eingeritzte Linien und farbige Akzente in Rot, Grün und Weiß verleihen der Maske eine grafische Präsenz, die bei Festen im Freien aus der Ferne lesbar sein soll.

Verwendung und Zuordnung

Über die Traditionen der Karim gibt es nur wenig Literatur. Nach dem Sammlungskatalog beruht das Wissen darüber, wie diese Maske getragen wird, vor allem auf der mündlichen Auskunft des Aufkäufers: Sie wird teils auf der Schulter getragen, teils so, dass der Tänzer in die Maske „schlüpft“ und sie auf dem Kopf trägt. Karim, Yukun, Waya und Mumuye teilen ähnliche Figuren- und Maskentypen und einen vermischten Schnitzstil, sodass die Zuordnung einzelner Objekte schwierig sein kann.

Oberfläche, Patina und Gebrauchsspuren

Das Holz ist trocken und gleichmäßig gealtert, mit einer verwitterten, faserigen Oberfläche und sichtbaren Verlusten am unteren Ende des Körperblocks. Die rote, grüne und weiße Farbe ist abgerieben und nur stellenweise erhalten. Die eisernen Ringe an den Ohren sind angebracht und zeigen Alterungsspuren.

Zusammenfassung

Diese Karim-Schultermaske ist ein markantes Beispiel nigerianischer geometrischer Abstraktion. Ihre hoch aufragende Vertikalität und die verwitterte, teilweise bemalte Oberfläche machen sie zu einem bemerkenswerten Zeugnis der performativen Traditionen des Benoue-Flussbeckens.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

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