Zum Inhalt
Notizen

Eine bemalte Holzfigur einer sitzenden Frau, die ein Kind quer auf dem Schoß wiegt, von den Igbo in Nigeria. Weiße, schwarze und rote Farbe, rote Stoffbänder und Perlen geben ihr ein lebhaftes Aussehen.

1. Form und Bemalung

Die Frau sitzt mit gespreizten Knien auf einem kleinen Hocker, auf dem Kopf eine hohe, gerippte Haarkappe in Dunkel. Ihr Gesicht ist weiß bemalt, mit weiten, schwarz umrandeten Augen, rotem Mund und kurzen schwarzen Gesichtsmalen auf Wangen und Kinn. Auf der Stirn sitzt ein sternförmiges Zeichen. Körper und Glieder sind dunkel und mit weißen Punkten, Bändern und eidechsenartigen Motiven verziert. Breite rotbraune Wülste winden sich um Arme und Unterschenkel, gelbe Fußringe sitzen über den Füßen. Um den Hals liegen schwere ringartige Ketten und eine Reihe roter Stoffperlen, neben dem Kopf fällt ein roter Stoffstreifen herab.

2. Das Kind

Das Kind liegt waagerecht in ihren Armen, sein Gesicht ist in hellerem, rosigem Ton bemalt, am Handgelenk trägt es einen Armreif.

3. Kontext

Laut Sammlungskatalog haben Mutter-Kind-Figuren eine lange Tradition und werden bei den Igbo verehrt, wo sie eine geradezu sakrale Rolle erfüllen. Sie werden von den Opferpriestern bestellt, von der Gemeinschaft übergeben und in den Schreinen aufgestellt. Die weibliche Fruchtbarkeit sichert den Fortbestand der Gemeinschaft, weshalb solche Figuren im Mittelpunkt kultischer Handlungen stehen.

Zusammenfassung

Eine bemalte Igbo-Holzfigur einer sitzenden Mutter mit Kind im Arm, mit weißem Gesicht, roten Stoffbändern und Perlen und weißem Muster auf dunklem Körper.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

Weitere Werke der Sammlung