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Notizen

Eine Gruppe hölzerner Fruchtbarkeitspuppen aus Nordkamerun, den Dowayo, Dupa, Guisiga und Fali zugeschrieben. Die abgebildete Puppe hat einen geschnitzten Kopf aus Holz, Holzarme und Holzbeine; der Körper ist mit Leder umwickelt.

1. Form und Material

Die Puppe auf dem Foto ist eine gedrungene, aufrechte Figur: ein kleiner geschnitzter Kopf auf langem Hals, blockhafte Holzarme und gebeugte Beine mit schweren Füßen. Rumpf und Hüften sind mit Lederstreifen und Fellstücken umwickelt. Einige Streifen kreuzen sich über der Brust, an den Seiten hängen lose Enden herab. Am Hals sitzt eine einzelne Kette aus roten Perlen. Die Form ist reduziert und geometrisch, und erst die Wicklung, nicht die Schnitzerei, gibt dem Körper sein Volumen. Nach dem Sammlungskatalog unterscheidet sich der Puppentypus innerhalb der Gruppe.

2. Gebrauch und Zusammenhang

Der Sammlungskatalog beschreibt, dass heranwachsende Mädchen diese Puppen wie neugeborene Kinder behandelten. Sie wurden gewaschen und symbolisch gefüttert und je nach Typus oft in einer Art Kindertrage auf dem Rücken getragen, auf dem Feld, bei der Hausarbeit oder beim Wasserholen, so wie die Mädchen später ihre eigenen Kinder versorgen würden. Die Puppen sollten außerdem die Fruchtbarkeit des Mädchens günstig beeinflussen. Da sich das erste Kind meist bald nach der Geschlechtsreife einstellt, hatte die Puppe dann ihre Aufgabe erfüllt und wurde beiseitegelegt. Ein um 2004 in einem Dupa-Dorf bei Poli aufgenommenes Foto im Katalog zeigt ein junges Mädchen, das seine Puppe auf dem Rücken trägt.

3. Oberfläche und Gebrauchsspuren

Das Holz ist dunkel und glatt. Das Leder ist dunkelbraun, stellenweise knittrig und steif, auf der Brust ist eine feine Narbung zu erkennen, und mehrere Streifen haben sich gelöst. Die roten Perlen sind der einzige helle Akzent.

Zusammenfassung

Hölzerne Fruchtbarkeitspuppen aus Nordkamerun, mit Leder umwickelt und von Mädchen wie neugeborene Kinder umsorgt, bis das erste eigene Kind kam.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →