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Notizen

BAULE Maske (Goli Kpan)

Eine elegant geschnitzte Gesichtsmaske aus Holz (1. Hälfte 20. Jh., 50 cm) - eine Goli Kpan von den Baule der Elfenbeinküste. Gesammelt in Abidjan und ausgestellt in der französischen Botschaft in Wien. Sie gilt als ein repräsentatives Beispiel für das klassische Schönheitsideal der Baule.

1. Die Goli-Maskerade-Hierarchie

Die Goli ist das wichtigste eintägige Fest der Baule, bei dem eine Abfolge von Masken gezeigt wird, die von wilden tierähnlichen Formen zu raffinierten menschlichen Formen übergehen.

  • Die ältere Frau: Die Kpan-Maske ist das große Finale. Sie stellt die "Älteste Frau" dar - eine Figur von immenser Würde, mütterlicher Autorität und dem Triumph der menschlichen Zivilisation über die chaotischen Kräfte des Busches, die zu Beginn des Tages dargestellt wurden.

2. Klassische Schönheitsnormen

Die Schnitzer von Baule sind weltweit für ihren filigranen, naturalistischen Schnitzstil bekannt.

  • Die Frisur: Die Maske weist eine massive, detailliert geschnitzte dreilappige Frisur auf - ein Hinweis auf eine Frau, die über den Reichtum und die Muße verfügte, eine solch aufwendige Frisur zu pflegen.
  • Ruhiges Gesicht: Die niedergeschlagenen Augen mit schweren Lidern und der geschlossene Mund stehen für die Baule-Tugenden mo (Geduld, Zurückhaltung) und nvle (stille Würde) - Eigenschaften, die als Ausdruck hoher moralischer Ideale der Baule-Gesellschaft gelten.

3. Gut dokumentierte Erwerbsgeschichte

Dieses besondere Stück wurde in Abidjan gesammelt und in der französischen Botschaft in Wien ausgestellt. Seine feine Ausführung und die tief polierte Patina sprechen für ein klassisches Baule-Werk von hoher Qualität.

Zusammenfassung

Die Goli Kpan gilt als eine der idealen Frau gewidmete Darstellung. Diese Maskenform ist für ihre klassische Ausgewogenheit und heitere Eleganz bekannt und wird in der Literatur als ein zentraler moralischer und ästhetischer Bezugspunkt des Baule-Dorfes beschrieben.

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