BAULE Maske (Goli Kple Kple)
Eine charakteristische Kple Kple-Maske (wohl 1. Hälfte 20. Jh., 94 cm) von den Baule der Elfenbeinküste - eine flache runde Scheibe, die mit zwei geschwungenen Büffelhörnern gekrönt ist, mit einfachen röhrenförmigen Augen und einem rechteckigen Mund. Sie wird für den bekannten Goli-Tanz verwendet.
1. Der Genius der Scheibe
Der Kple Kple ist wohl eine der bekanntesten Formen in der afrikanischen Kunst und hatte großen Einfluss auf die europäischen Modernisten des frühen 20.
- jahrhunderts. Radikale Geometrie: Das Gesicht ist ein flacher Kreis - eine Abstraktion der tierisch-menschlichen Form in grafische Geometrie.
2. Die Sonne und der Büffel
Die Ikonographie der Maske verbindet zwei wesentliche Elemente der Baule-Umgebung.
- Die Scheibe als Sonne: Die flache, oft rot bemalte Scheibe steht für die sengende Hitze und die lebensspendende Kraft der Sonne.
- Die Hörner als Büffel: Die ausladenden Hörner an der Spitze stehen für die rohe, ungezähmte physische Kraft des Buschbüffels.
3. Die Goli-Hierarchie und jugendliche Energie
Bei dem ganztägigen Goli-Fest (das mit der reifen Kpan-Maske bei der Sammlung Nr. 25 seinen Höhepunkt findet) erscheint der Kple Kple am Morgen als erster.
- Die jungen Männer: Er repräsentiert die jungen Männer - energisch, wild und unbändig. Der Tanz ist schnell, aggressiv und sehr athletisch und steht in scharfem Kontrast zu den langsamen, würdevollen Tänzen der älteren Masken später am Tag.
Zusammenfassung
Der Kple Kple gilt als ein bemerkenswertes Beispiel minimalistischen Designs. Er fängt die jugendliche, bewegte Energie der Morgensonne und der wilden Büffel ein und leitet dieses theatralische Ereignis der Baule-Kultur mit grafischer Präzision ein.



