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Notizen

YORUBA Gelede Maske (Selten, veröffentlicht)

Eine atemberaubend realistische Yoruba Gelede-Maske (1. Hälfte 20. Jh., 29 cm) aus Nigeria - volle, naturalistische Lippen, weit aufgerissene Augen, klassische Yoruba-Skarifikationen und vor allem eine unglaublich komplexe, voluminöse Frisur, die aus dicken, geflochtenen Schnüren aus echtem Haar / Fasern konstruiert wurde. Das Holz trägt eine tief polierte, dunkelbraune Patina. Veröffentlicht im Katalog des Kunsthauses Zürich 1970 von Elsi Leuzinger (S. 177), begleitet von einem Künzi-Informationsblatt

1. Der Zenit des Gelede-Realismus und der Mischtechnik

Die Maskeradentradition der Yoruba Gelede ehrt die spirituelle Kraft der Frauen - und diese Maske stellt den absoluten Höhepunkt dieser Ästhetik dar.

  • Hyperrealistische Merkmale: Glatte, geschwungene Gesichtspartien, präzise Stammeszeichen auf Wangen und Stirn und ein heiterer Ausdruck sind meisterhaft ausgeführt.
  • Organisches Haar Frisur: Die Verwendung einer massiven gewebten Kappe aus echtem Haar oder organischen Fasern erhebt die Maske von einer bloßen Schnitzerei zu einem schockierend lebensechten Mixed-Media-Einheit - eine sehr seltene Eigenschaft in Standard Gelede Masken.

2. Besänftigung "unserer Mütter"

Das Gelede-Festival ist ein ausgeklügelter sozialer Mechanismus, der dazu dient, Awon Iya Wa ("Unsere Mütter") zu beschwichtigen, zu ehren und zu unterhalten - der Sammelbegriff für weibliche Ahnen, ältere Frauen und weibliche Gottheiten, die die Macht der Hexerei (aje) besitzen.

  • Kopfüber-Performance: Die Masken werden flach auf dem Kopf der Tänzerinnen und Tänzer getragen und sind zum Publikum hin abgewinkelt.
  • Schmeichelei als Strategie: Durch die Darstellung von Frauen mit ultimativer Anmut, Schönheit und aufwendigen Frisuren mit hohem Status schmeicheln die männlichen Tänzer diesen mächtigen weiblichen Kräften und stellen sicher, dass sie ihre starke spirituelle Energie für die Fruchtbarkeit und den landwirtschaftlichen Erfolg der Gemeinschaft einsetzen, anstatt sie zu zerstören.

3. Weltklasse Provenienz und Ausstellungsgeschichte

Abgesehen von ihrer visuellen Brillanz ist diese Maske aufgrund ihrer unwiderlegbaren Dokumentation ein Artefakt von höchstem Rang.

  • Leuzinger / Kunsthaus Zürich 1970: Die Maske wurde 1970 im kanonischen Katalog des Kunsthauses Zürich (S. 177) von der renommierten Wissenschaftlerin Elsi Leuzinger veröffentlicht und von einem Künzi-Informationsblatt begleitet, was sie fest in das goldene Zeitalter des europäischen institutionellen Sammelns Mitte des 20.
  • Aktives Leben vor der Ausstellung: Die tief glänzende Patina auf dem Holz, die durch das Auftragen von Palmöl und zeremonielle Reibung erreicht wurde, ist ein weiterer Beleg für ein aktives Leben vor der Ausstellung 1970.

Zusammenfassung

Mit ihrer hyperrealistischen Schnitzerei, einer höchst seltenen organischen Haartracht und einer makellosen, elitären Publikationsgeschichte ist diese Gelede-Maske ein monumentales Werk der Yoruba-Kunst - ein wahres, unbestreitbares Museumsmeisterwerk von internationaler Bedeutung.

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