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Notizen

BAGA Nimba Head Crest Mask (D'mba)

Eine massive, schwere Baga D'mba / Nimba-Schultermaske (1. Hälfte 20. Jh., 118 cm) aus Guinea - der ikonische, freitragende Kopf mit einer massiven, aquilinen Nase, U-förmigen Augen, einer aufwendig geflochtenen Frisur und einer großen Brustplatte, die zwei flache, hängende Brüste trägt, das Holz ist stark oxidiert mit einem trockenen, tief gealterten Kern und erheblichen Abnutzungserscheinungen an den unteren Tragstreben.

1. Die D'mba-Mutter der Fruchtbarkeit

Die D'mba (gemeinhin als Nimba bekannt) gilt als eine der bekanntesten und bedeutendsten Maskenformen der Baga von Guinea.

  • Idealisierte Mutter: Stellt die idealisierte "Mutter der Fruchtbarkeit" dar - eine Frau, die viele Kinder geboren und sie bis zum Erwachsenwerden aufgezogen hat, dargestellt durch die großen abgeflachten, hängenden Brüste.
  • Anmut und mütterliche Würde: Der massive, ausladende Kopf mit seiner ausladenden, übertrieben aquilinen Nase und der komplizierten, linearen Frisur strahlt immense Anmut, Kraft und mütterliche Würde aus - eine hoch aufragende, volumetrische Struktur, die ein Spitzenbeispiel der klassischen westafrikanischen Schnitzkunst ist.

2. Die Simo-Gesellschaft und der landwirtschaftliche Zyklus

Die Nimba ist der Mittelpunkt der öffentlichen Auftritte der Simo-Geheimgesellschaft.

  • Einzeltänzerisches Tragen: Trotz ihrer gewaltigen Größe von 118 cm wurde die Maske auf den Schultern eines einzelnen, unglaublich starken männlichen Tänzers getragen, der durch die zwischen den Brüsten eingeschnittenen Löcher herausschaute, während sein Körper vollständig unter einem massiven Bastrock verborgen war.
  • Gütiger Erntegeist: Er wurde während der Reisernte, der Pflanzzeit und bei Beerdigungen prominenter Frauen getanzt - der Nimba war ein fröhlicher, wohlwollender Geist, dessen rhythmischer Stampftanz die anhaltende Fruchtbarkeit der Ernten und Frauen der Gemeinschaft garantierte.

3. Strukturelle Austrocknung und Schulterverschleiß

Die physische Oberfläche zeigt deutliche Spuren, die auf eine aktive zeremonielle Nutzung hindeuten.

  • Matter anthrazit-brauner Kern: Kein handelsüblicher Glanzlack - das Holz ist tief oxidiert zu einem trockenen, matten anthrazit-braunen Farbton, mit tiefen natürlichen Austrocknungsrissen entlang der Maserung von Kopf und Brüsten.
  • Schulterstreben-Reibung: Die unteren Holzstreben - wo die Schultern der Tänzerin das immense Gewicht der Maske getragen haben - weisen starke, glatte Reibungsverschleißspuren auf, die für eine Verwendung als getanztes Zeremonialobjekt sprechen.

Zusammenfassung

Mit einer Höhe von fast 1,2 Metern ist diese Baga Nimba-Maske ein repräsentatives Beispiel für die westafrikanischen Ideale von Fruchtbarkeit und mütterlicher Anmut. Ihre tiefgreifenden volumetrischen Schnitzereien und die Spuren einer tänzerischen Nutzung machen sie zu einem bedeutenden Sammlungsstück.

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