Eastern Pende Bush Pig Crest Mask (DR Kongo)
Dies ist eine unverwechselbare Eastern Pende Wappen Maske aus der Demokratischen Republik Kongo.
Während die westlichen Pende für ihre naturalistischen, dreieckigen "Mbuya"-Gesichtsmasken bekannt sind, sind die östlichen Pende (die entlang des Kasai-Flusses leben) für volumetrischere, geometrische und zoomorphe (tierähnliche) Helm- und Wappenmasken bekannt.
1. Zoomorphe Identität: Das Buschschwein
Diese Maske stellt ein Buschschwein (lokal bekannt als ngulu oder nshiba) dar. In der Kunst der östlichen Pende ist das Buschschwein ein häufiges und kraftvolles Motiv.
- Die Schnauze: Das hervorstechendste Merkmal ist die nach vorn gerichtete, flach endende Schnauze mit zwei ausgeprägten Nasenlöchern.
- Symbolik: Das Buschschwein wird für seine Stärke und Wildheit respektiert. Bei Maskeraden stellt es oft einen "wilden" oder "unzivilisierten" Charakter aus dem Wald dar, der als Gegenstück zu "zivilisierten" menschlichen Charakteren verwendet wird.
2. Eastern Pende Stilistische Merkmale
Die Maske weist mehrere Merkmale auf, die für den östlichen Pende-Stil typisch sind:
- Kaffeebohnenaugen: Die großen Augen mit schweren Lidern und einem horizontalen Schlitz sind ein klassisches Merkmal der Pende, aber im Osten sind sie voluminöser und mit schärferen Kanten geschnitzt.
- Geometrische Verzierung: Sehen Sie sich das geschnitzte "Rauten"- oder "Zickzack"-Band an, das die Basis umgibt. Diese geometrische Präzision ist ein Markenzeichen der östlichen Pende-Handwerkskunst und spiegelt sich oft in ihrer Architektur und ihren Textilien wider.
- Farbpalette: Die Verwendung von rotem Rotholzpigment (tukula) auf der Vorderseite, kontrastiert mit dem dunklen geschwärzten Holz des Randes und der Oberseite, schafft ein auffallendes visuelles Gleichgewicht. Die drei kleinen weißen Linien unter jedem Auge sind traditionelle Skarifikationszeichen.
3. Die Funktion: Die Wappenmaske
Es handelt sich um eine Wappenmaske (oder kapu):
- Position: Sie wurde nicht über dem Gesicht getragen. Stattdessen wurde sie an einem geflochtenen Rahmen aus Weidengeflecht befestigt und oben auf dem Kopf getragen.
- Der kleine Holzknauf ganz oben diente dazu, ein großes Bündel von Federn oder Tierhaaren zu befestigen, das tanzte und schwankte, wenn sich der Maskenbildner bewegte.
- Sichtbarkeit: Da sie hoch auf dem Kopf saß, konnte die Tänzerin schon aus großer Entfernung gesehen werden, was sie ideal für große Dorffeste machte.
4. Kultureller Kontext: Mukanda und Häuptlinge
- Initiation: Diese Masken werden häufig während der Mukanda (Initiationsriten der Jungen) verwendet. Sie erscheinen am Ende der Zeremonie, um den Übergang der Jungen in die Männlichkeit zu feiern.
- Häuptlingsmacht: Einige zoomorphe Wappen werden auch mit der Autorität des Dorfchefs in Verbindung gebracht. Sie stellen die "Kraft des Waldes" dar, die sich der Häuptling zum Schutz seines Volkes zunutze macht.
Zusammenfassung
Diese Maske ist ein hervorragendes Beispiel für die formalistische Kunst der östlichen Pende. Sie destilliert die Merkmale eines wilden Tieres in eine stark strukturierte, geometrische Form. Sie fängt den "wilden" Geist des Buschschweins ein und hält gleichzeitig die strengen ästhetischen Regeln einer der berühmtesten Schnitztraditionen des Kongo ein.
