SENUFO Weiblicher Pombibele Rhythm Pounder (Trio, 127 cm)
Diese drei massiven Holzstatuen (zwei weibliche, eine männliche) zeichnen sich durch ihre extreme, elegante vertikale Streckung, ihre geschwungenen säulenartigen Gliedmaßen und ihre Kammfrisuren aus, die alle auf dicken, schweren zylindrischen Sockeln ruhen. Das stark oxidierte Holz weist an den Torsi leichte Gebrauchsspuren und an den Sockeln schwere Schlagschäden auf.
1. Ästhetischer Stil und regionale Charakteristika
Diese Figuren, die als pombibele ("diejenigen, die den Poro gebären") bekannt sind, gelten als ein Höhepunkt der bildhauerischen Eleganz der Senufo. Die den Kulebele-Holzarbeitern zugeschriebenen Statuen zeigen eine gestreckte, aerodynamische Form. Die Körper sind in äußerst schlanke, geschwungene Linien gestreckt, wobei die Arme vom Rumpf abgetrennt sind, um einen negativen Raum zu schaffen. Die weiblichen Figuren sind mit hervorstehenden, kegelförmigen Brüsten ausgestattet, die die mütterliche Ernährung symbolisieren, während die männliche Figur die gleiche ruhige, geometrische Abstraktion aufweist, wodurch eine ausgewogene Ästhetik der geschlechtlichen Harmonie entsteht.
2. Rituelle Funktion und Geheimbund-Kontext
Pombibele sind dynamische, kinetische Instrumente, die traditionell bei den Begräbnisriten verstorbener älterer Eingeweihter des Poro-Geheimbundes verwendet werden. An den Armen oder der Taille gehalten, schlagen junge Eingeweihte die schweren zylindrischen Sockel der Statuen in einem rhythmischen, stampfenden Tanz direkt auf die Erde. Man glaubt, dass diese akustische und physische Vibration die Ahnen erweckt, den heiligen Hain reinigt und den erfolgreichen Übergang des Geistes des verstorbenen Ältesten in das Reich der Toten gewährleistet.
3. Physische Patina und Altersnachweis
Die physischen Spuren an diesen drei Statuen sprechen für ihre intensive zeremonielle Nutzung. Die Torsi, Hüften und Arme weisen eine dunkle, glatte und glänzende Reibungspatina auf, die auf das wiederholte Umgreifen während ritueller Tänze hindeutet. Im Gegensatz dazu sind die dicken zylindrischen Sockel stark ramponiert, zersplittert und zusammengedrückt, was auf ihre primäre Funktion als schlagende, erdverbundene Instrumente hindeutet.
Zusammenfassung
Diese Pombibele-Rhythmusschläger gelten als charakteristische Beispiele der Senufo-Kunst, die skulpturale Anmut mit einem perkussiven Nutzen verbinden. Ihre ausgeprägte Eleganz, kombiniert mit den deutlichen Schlagspuren an ihren Sockeln, verweist auf ihre Rolle in der rituellen Poro-Performance.

Kraftfigur (genannt KAFIGELEDJO)

Aufsatzmaske

Tür
