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Notizen

BAMILEKE Lion Headcrest Mask (Kuosi Society, KOPFSKULPTUREN S.144)

Dieser wilde, stilisierte hölzerne Katzenkopf zeigt einen klaffenden Kiefer, der große, geschnitzte Zähne entblößt, wachsam aufgerichtete Ohren und sorgfältig geschnitzte lineare Streifen, die die Mähne darstellen. Das dunkle, gealterte Holz ist stark mit Ruß verkrustet, wobei die Spitzen der Schnauze zu einem glatten, öligen Finish abgerieben sind.

1. Ästhetischer Stil und regionale Eigenheiten

Dies ist ein hervorragendes Beispiel für die zoomorphe Schnitzerei von Grassfields, die das furchterregende Wesen der königlichen Raubkatze einfängt. Während Leoparden die häufigsten königlichen Tiere in der Region sind, sind Löwenmasken (nku) äußerst selten und stellen die absolute Spitze der Bamileke-Tierhierarchie dar. Der Schnitzer hat die furchterregenden, klaffenden Kiefer perfekt mit der straffen, rhythmischen, linearen Musterung der Mähne in Einklang gebracht und so eine Maske geschaffen, die vor kinetischer, aggressiver Energie strotzt und gleichzeitig die strenge, formale Stilisierung beibehält, die für die königliche Hofkunst erforderlich ist.

2. Rituelle Funktion und Geheimbund-Kontext

Diese Maske ist das exklusive Eigentum der Kuosi (oder Kwifoyn), der elitären, geschlossenen Gesellschaft des Bamileke-Königreichs, die sich aus Königen, reichen Kriegern und mächtigen Gefolgsleuten zusammensetzt. Der Löwe ist das ultimative Alter Ego des Fon (König). Wenn er bei der Beerdigung eines Königs oder bei Gerichtsverfahren, bei denen es um viel Geld ging, getanzt wurde, kanalisierte der Träger die verheerende, ungezähmte Kraft des Löwen, um das Gesetz durchzusetzen, Kriminelle hinzurichten und die Bevölkerung an die absolute, tödliche Autorität des Königshofs zu erinnern.

3. Physische Patina und Altersnachweis

Da der Löwe in der kanonischen Kunstliteratur veröffentlicht wurde, ist sein Stammbaum einwandfrei. Die physische Patina verrät sein schreckliches rituelles Leben. Die tiefen Vertiefungen des Mundes und der Mähne sind mit einer dicken, bröckeligen Kruste aus Schreinruß, getrocknetem Blut und Opfernahrung bedeckt. Die Nasenspitze und die hervorstehenden Zähne weisen dagegen eine glasige, butterweiche Reibungspolitur auf, die darauf hindeutet, dass sie jahrzehntelang von den schweißnassen Händen der Kuosi-Gesellschaftstänzer angefasst wurden, als sie die aggressiven, ausladenden Bewegungen des Löwen ausführten.

Zusammenfassung

Dieser Bamileke-Löwenkopfschmuck ist eine außergewöhnlich seltene und furchterregende Manifestation der königlichen Autorität Kameruns. Seine dynamische, aggressive Schnitzerei, kombiniert mit einer veröffentlichten Provenienz und einer tiefgreifenden, behandelten Opferpatina, machen ihn zu einem erstklassigen Artefakt der Grassfields-Gerechtigkeit.

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