Ein Terrakottagefäß von 38 cm Höhe mit bauchigem, von erhabenen Noppen überzogenem Körper. Aus der Schulter des Gefäßes wächst eine Figur, deren erhobene Hände eine runde, offene Mundöffnung rahmen. Das Gefäß steht auf einem Ring aus geflochtenen Fasern.
1. Form und Oberfläche
Der Unterkörper ist wie ein Kürbis gerundet und rundum mit kleinen, erhabenen Noppen bedeckt; dieselbe Oberfläche setzt sich über Kopf und Oberkörper der Figur fort. Die Arme sind gebeugt, die Hände sind zur offenen, runden Mundöffnung erhoben, die zugleich die Öffnung des Gefäßes bildet. Eine zweite, kleinere Ansicht zeigt die Rückseite der Figur mit dem Kopf über dem genoppten Körper.
2. Verwendung und Kontext
Nach dem Sammlungskatalog, der die Chefferie Foubiegouo als Herkunft nennt, wurden Gefäße dieser Art bei Transformationsritualen verwendet. Die Verwandlung eines Menschen, meist eines Chefs, in ein Tier geschieht unter Alkoholeinfluss, in dieser Region mit Palmwein, vor allem aber durch Selbstsuggestion in okkulten Séancen, an denen nur Eingeweihte teilnehmen dürfen. Die Verwandlung in einen Leoparden gilt als den Chefs vorbehalten und schließt eine Leopardenmaske ein, ein Korbgeflecht mit Leopardenfellstreifen und zwei Augenlöchern.
3. Oberfläche und Erhaltungszustand
Der gebrannte Ton hat eine trockene, erdige graubraune Oberfläche mit helleren Stellen. Der Sammlungskatalog bezeichnet die Terrakottagefäße dieser Gruppe als teilweise beschädigt und zum Teil als beopfert.
Zusammenfassung
Dieses genoppte Terrakottagefäß mit einer Figur an der Mündung gehörte nach dem Sammlungskatalog zu den Transformationsritualen der Mambila-Region.
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