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Notizen

DAKAKARI Bestattungszoomorphe Figur

Ein robuster, stilisierter Vierbeiner aus Terrakotta (17.-19. Jh., 44 cm) aus dem nigerianischen Dakakari - ein kräftiger Tierkörper, der wahrscheinlich einen Elefanten, einen Büffel oder ein Pferd darstellt und dessen Oberfläche durch jahrhundertelange Verwitterung stark angegriffen ist.

1. Der Friedhof als Leinwand

Die Dakakari im Nordwesten Nigerias pflegen eine monumentale, jahrhundertealte Terrakotta-Tradition.

  • Töpferinnen, männliche Eliten: Diese Objekte wurden ausschließlich von Töpferinnen zu Ehren von hochrangigen männlichen Kriegern, Häuptlingen und Priestern hergestellt.
  • Open-Air-Denkmäler: Sie waren keine häuslichen Schreine, sondern wurden direkt im Freien auf mit Steinen ausgelegten Grabhügeln auf kommunalen Friedhöfen aufgestellt.

2. Zoomorphe Machtsymbolik

Die Tierform steht für aristokratische Tugenden.

  • Tiere der Sahelzone: Elefanten, Büffel und Pferde stehen für zerstörerische Kraft, Reichtum und aristokratische Mobilität.
  • Berg des Kriegers: Auf dem Grab eines männlichen Eliteträgers platziert, symbolisiert die Figur wortwörtlich die Prestigeträger, die der Verstorbene einst zu Lebzeiten besaß.

3. Der Trotz der Zeit

Das aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammende Stück hat bemerkenswerte Umwelteinflüsse überstanden.

  • Verwitterte Oberfläche: Starke Lochfraß- und Erosionsspuren zeugen von der langen Exposition gegenüber dem nigerianischen Klima.
  • Technische Meisterleistung: Das Brennen einer hohlen Tonstruktur dieser Größenordnung in einer offenen Grube erforderte eine immense metallurgische Kontrolle - was beweist, dass die Dakakari-Töpferinnen Meisterinnen der Erde und des Feuers waren.

Zusammenfassung

Diese zoomorphe Dakakari-Terrakotta ist ein seltenes erhaltenes Denkmal der nigerianischen Aristokratie. Sie wurde auf einem alten Grab aufgestellt und diente mit ihrer mächtigen Tiergestalt als ewiges physisches Zeugnis für den Reichtum und den Status des darunter begrabenen Vorfahren.

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