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Notizen

Diese stehende Figur ist eng mit dunklem Leder überzogen, das sich dem darunter liegenden geschnitzten Holzkern anpasst. Sie trägt einen Kamm aus langen dunklen Federn in einem Lederband, hat eingesetzte Augen und einen geschlossenen Mund mit leichtem Lächeln.

1. Ästhetischer Stil und hautverwandter Realismus

Das Volk der Ekoi (Ejagham), das aus der Cross-River-Region im Nordwesten Kameruns und dem benachbarten Nigeria stammt, ist für seine mit Haut überzogenen Objekte bekannt. Das Leder wird über einen geschnitzten Holzkern gespannt und schrumpft fest auf ihn auf, wodurch eine naturalistische, fast fleischähnliche Oberfläche entsteht. Erhabene Bänder und genähte Nähte kennzeichnen Arme, Taille und Beine und lassen an ein Gewand oder Körperschmuck denken. Der auffällige Federschmuck und der ruhige, direkte Ausdruck spiegeln das Bestreben der Ekoi wider, traditionelle Stile beizubehalten und sich zugleich an soziale Gegebenheiten anzupassen.

2. Funktion und Erinnerung

Nach dem Sammlungskatalog werden solche lederüberzogenen, sogenannten Hochzeitsfiguren den Ekoi im Cross-River-Gebiet zugeschrieben. Es ist zu vermuten, dass man mangels fotografischer Möglichkeiten derartige Figuren zu Hochzeiten anfertigen ließ und bei den Zeremonien aufstellte, sodass die Erinnerung an das Ereignis symbolisch in ihnen wachgehalten wird.

3. Patina und Oberfläche

Der Lederüberzug ist verhärtet und nachgedunkelt, mit einem glänzenden, rötlich braunen Schimmer auf den erhabenen Partien. An Nähten und Kanten gibt es kleine Fehlstellen, und an den Füßen hat sich das Leder leicht gelöst, sodass der Holzkern sichtbar wird. Die Federn sind trocken und leicht zerzaust.

Zusammenfassung

Diese lederüberzogene Figur ist ein besonderes Beispiel für die Bildhauertradition der Cross-River-Region. Sie wurde vermutlich als symbolische Erinnerung an eine Hochzeit gefertigt und hält das Ereignis wach.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

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