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Notizen

ASANTE Kente Stola (400 cm - Bonwire Handweberei)

Ein großes, 400 cm langes Textil, das aus zahlreichen schmalen, handgewebten Streifen besteht, die Kante an Kante zusammengenäht sind. Es zeigt eine komplexe geometrische Anordnung von Fäden in Rot-, Gelb-, Grün- und Blautönen.

1. Ästhetischer Stil und Bonwire-Streifenweberei

Diese großformatige Stola ist ein repräsentatives Beispiel für Asante-Kente-Stoffe, die aus dem bekannten Weberdorf Bonwire in der Asante-Region in Ghana stammen. Wie Hornek beschreibt, ist ein Großteil der dortigen Familien in die Weberei involviert, wobei die Webstühle oft vor den Häusern betrieben werden. Die männlichen Weber stellen auf traditionellen Hand- und Fußwebstühlen Stoffstreifen her, die nur wenige Zentimeter breit sind. Die Anzahl der zusammengenähten Streifen orientiert sich an den Bedürfnissen des Trägers. Die Gestaltung liegt in der Montage: Der Weber setzt die geometrischen Farbblöcke versetzt über die Nähte, wodurch ein dynamischer, synkopischer optischer Rhythmus entsteht.

2. Rituelle Funktion und das Statussymbol

In der Asante-Kultur gilt Kente als eine bedeutende, tragbare Deklaration der sozialen Schichtung. Wie Hornek ausführt, tragen Männer einteilige und Frauen zweiteilige Varianten; Kombinationen von Farben und Mustern dienen als Hinweis auf den sozialen Status des Trägers. Obwohl die strenge hierarchische Aussage in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat, gilt der Erwerb einer solchen Stola aufgrund des Herstellungsaufwands traditionell als kostspielig, sodass der Besitz vor allem mit gehobenen sozialen Schichten assoziiert wird. Hornek weist darauf hin, dass die Auswahl der Muster durch den Kunden und deren zeitintensive Herstellung letztlich den Aufwand bestimmen.

3. Patina, Materialverwitterung und Altersspuren

Die Alterung eines großen Kente-Stoffes zeigt sich in der Haptik. Die ursprüngliche Steifheit der frisch gewebten Baumwolle oder Seide ist im Laufe der Zeit einem schweren, geschmeidigen Fall gewichen. Die Farben zeigen ein sanftes Ausbleichen – ein Verblassen, das mit einer Nutzung im Freien, etwa bei festlichen Anlässen, vereinbar ist. Die handgenähten Nähte, die die einzelnen Streifen miteinander verbinden, weisen leichte Gebrauchsspuren und minimale Ausfransungen auf, was für ein getragenes, traditionell von Hand hergestelltes Kleidungsstück spricht.

Zusammenfassung

Diese 400 cm lange Kente-Stola ist ein eindrucksvolles Zeugnis westafrikanischer Textilkunst. Ihr Format und die geschmeidigen, leicht verblassten Fasern machen sie zu einem anschaulichen Symbol für Status und soziale Hierarchie in der Asante-Kultur.

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