Ein Portal aus einem Mambila-Männerhaus, das nach den Erben des Vorbesitzers aus dem Gebiet der Chefferie Matam stammen soll. Es ist mit Figuren geschmückt.
1. Die Figuren
Der Sammlungskatalog hält fest, dass die Figuren die für die Mambila typische Körperhaltung und sehr ausdrucksstarke Gesichtszüge zeigen. Er vermutet, dass das Portal im Inneren des Hauses stand und nicht am Eingang.
2. Das Männerhaus
Nach dem Katalog bilden Männerhäuser den gesellschaftlichen Mittelpunkt der streng hierarchisch gegliederten Männergemeinschaft; Frauen jedes Ranges ist der Zutritt verwehrt. Zum Vergleich erinnert der Katalog an eine Einladung in ein Männerhaus bei einer Totenfeier im Dorf Oku im Kameruner Grasland. Dort bestand das Zusammensein vor allem im Trinken von Palmwein, der mit abgeschnittenen, in Relief verzierten Rinderhörnern aus großen Tongefäßen geschöpft wurde.
Der Katalog nimmt an, dass es im Männerhaus von Matam ähnlich zuging. Das Portal gehörte zu diesem Rahmen, in dem die Männer unter sich zusammenkamen.
Herkunft
Aus dem Nachlass von Amidou Kouandou (gestorben 2014), Großimam und Notabler im Rang eines Ministers im Sultanat Foumban, Kamerun. Nach Angabe der Erben stand das Männerhaus im Gebiet der Chefferie Matam.
Zusammenfassung
Ein Mambila-Männerhausportal mit ausdrucksstark geschnitzten Figuren in der typischen Mambila-Haltung, vermutlich im Inneren des Hauses aufgestellt, das die Erben des Vorbesitzers der Chefferie Matam zuordnen.
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