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Notizen

DOGON Abstrakte Tieraltarfigur mit schwerer Masse (Verlag "DOGON", 1. Hälfte 20. Jh., 20 cm)

Dieser schwere Vierbeiner aus Eisen hat einen dicken, horizontalen Rumpf, gerade, vertikale Beine, einen langen, geschwungenen Hals und einen nach unten zeigenden Schwanz. Eine dichte, körnige, dunkelbraune Eisenoxidkruste bedeckt die gesamte erhebliche Masse des Objekts.

1. Ästhetischer Stil - Die Ästhetik der Masse und des irdischen Ankers

Im Gegensatz zu den auf aerodynamische Illusion ausgelegten Drahtrahmen-Tieren legte dieser Dogon-Schmied Wert auf schwere, unnachgiebige Masse. Der dicke, brettartige Rumpf und die massiven, säulenartigen Beine schaffen eine Kreatur von großer visueller Schwerkraft. Der lange, geschwungene Hals verleiht ihm die Silhouette einer schweren Waranechse oder vielleicht eines stilisierten Weidetieres. Diese Betonung des irdischen Gewichts gegenüber der kinetischen Bewegung deutet auf ein Objekt hin, das einen Raum verankern soll, einen schweren metallischen "Stein", der den Altar, auf dem er sitzt, geistig erdet.

2. Rituelle Funktion - Der unterirdische Nommo

In der komplexen Mythologie der Bandiagara werden bestimmte Nommo-Geister mit den tiefen, unterirdischen Gewässern unter der Erde in Verbindung gebracht. Eine schwere, den Boden umarmende Eisenfigur dieser Art dient als direkte Verbindung zu diesen besonderen Wesenheiten. Sie wird flach auf den Schlamm eines Binu-Schreins gelegt und soll nicht den Himmel erreichen, sondern nach unten drücken. Der Hogon gießt dicke Trankopfer aus Blut und Öl über seinen massiven Rücken und nutzt das Eisen, um die Energie tief in den Boden zu saugen, wo die Ahnen wohnen.

3. Physische Patina - Schwere Mineralisierung und Platzierung des Schreins

Die Oberfläche dieses Stücks bestätigt seine Rolle als irdischer Anker. Es ist vollständig von einer dichten, dunkelbraunen und stark körnigen Kruste aus Eisenoxid, vermischt mit Umweltschmutz, umgeben. Diese "Erdkruste" bildet sich nur auf Eisen, das viele Jahrzehnte lang auf einem feuchten, stark organischen Schreinboden ruht. Die gleichmäßige Verteilung dieser starken Patinierung, die durch den veröffentlichten Katalogstatus bestätigt wird, bestätigt, dass es sich um ein primär genutztes Artefakt der Dogon-Religion aus dem frühen 20.

Zusammenfassung

Dieser schwere eiserne Vierbeiner diente dazu, die spirituelle Energie eines Dogon-Heiligtums zu verankern, indem er eine hohe physische Masse und die Erdanziehung in den Vordergrund stellte. Seine dichte, körnige Patina aus Erdkruste garantiert seine historische Verwendung als unnachgiebige Verbindung zu den unterirdischen Ahnen.

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