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Notizen

DOGON Paar abstrakte Schlangenaltarfiguren (Verlag "DOGON", 1. Hälfte 20. Jh., 42/44 cm)

Dieses Paar großer (42 und 44 cm) Eisenschlangen weist lange, abgeflachte, gewellte Körper mit stilisierten, dreieckigen Köpfen und schwachen geometrischen Einschnitten entlang der Stacheln auf. Das Metall beider Stücke ist mit einer trockenen, stabilen, erdfarbenen braunen Patinierung überzogen.

1. Ästhetischer Stil - Die flache Schmiede und die Zwillingsschlange Dualität

Diese Zwillingsschlangen zeigen eine andere Schmiedetechnik als die gewundenen, dreidimensionalen Stäbe. Hier hat der Schmied das Eisen völlig flach gehämmert und das Metall in langen, bandartigen Wellen herausgezogen. Dieser zweidimensionale Ansatz unterstreicht die seitliche, schlängelnde Bewegung der Schlange. Die Darstellung dieser Objekte als ein zusammengehöriges Paar ist kosmologisch von entscheidender Bedeutung; nach dem Glauben der Dogon ist das Universum grundsätzlich durch Zwillingsbeziehungen geordnet. Diese Zwillingsschlangen spiegeln die perfekte, ausgewogene Dualität der Nommo-Schöpfergeister wider.

2. Rituelle Funktion - Altarumrahmung und räumliche Begrenzungen

Im Gegensatz zu vertikalen Stäben, die als zentrale Antennen fungieren, wurden diese langen, flachen Schlangen entworfen, um heilige horizontale Grenzen zu schaffen. Flach auf die Erde gelegt oder um den Umfang eines Binu-Schreins angeordnet, fungierten sie als spirituelle Zäune. Die gewellten Formen der Zwillingsschlangen von Lebe umschlossen den Altar auf visuelle und magische Weise, definierten den heiligen Raum, schützten die darin befindlichen Opfergaben und hielten uneingeweihte oder böswillige Kräfte fern.

3. Physische Patina - Passende Patinierung und Provenienz

Der ethnografische Wert dieser Schlangen liegt in ihrer Erhaltung als ungebrochenes Paar. Beide weisen genau denselben trockenen, stabilen, dunkelbraunen atmosphärischen Rost auf, was darauf hindeutet, dass sie während ihres gesamten rituellen Lebens zusammen in derselben Umgebung verwendet und gelagert wurden. Die schwachen, oxidierten Einschnitte entlang der Rückseiten zeigen identische Abnutzung. Ihre Veröffentlichung im "DOGON"-Katalog garantiert, dass diese übereinstimmende Patinierung das authentische Ergebnis der rituellen Verwendung als Paar im frühen 20.

Zusammenfassung

Diese Zwillingsschlangen, die als geschwungene, abgeflachte Eisenbänder geschmiedet wurden, repräsentieren die grundlegende Dualität der Dogon-Kosmologie. Ihre identischen, stabilen Rostpatinas weisen sie als ein zusammengehöriges Paar von horizontalen Grenzwächtern aus einem historischen Binu-Schrein aus.

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