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Notizen

DOGON Häuptling Hogon mit Domolo (veröffentlicht)

Eine stark verwitterte, langgestreckte Dogon-Holzskulptur (19. Jh., 76 cm) aus Mali - eine stehende männliche Figur mit ausgeprägtem Spitzbart, die einen krummlinigen Domolo-Stab über der rechten Schulter hält. Das Holz ist stark ausgetrocknet mit einer trockenen, kalkhaltigen, blassbraunen Oberfläche und tiefen vertikalen Austrocknungsrissen. Veröffentlicht in DOGON S. 34

1. Architektonische Ausdehnung und patriarchalische Autorität

Diese Skulptur aus dem 19. Jahrhundert ist ein Meisterwerk der vertikalen Streckung der Dogon.

  • Streng zylindrische Gliedmaßen: Der Künstler streckt den Rumpf und die Gliedmaßen zu streng parallelen Zylindern und verleiht der 76 cm großen Figur damit eine überragende architektonische Schwere.
  • Ikonografische Zeichen: Der markante Vollbart ist ein universelles Dogon-Symbol für hohes Alter, Weisheit und patriarchalische Autorität - während der domolo (gebogener ritueller Haken), der über der Schulter getragen wird, ein Zeichen der Ehre ist, das auf einen erfolgreichen Bauern, einen Priester oder einen hochrangigen Ältesten hinweist.

2. Der Hogon und der Ahnenaltar

Diese Figur stellt einen Hogon dar - den obersten geistigen und politischen Führer eines Dogon-Dorfes, der als irdische Inkarnation der ursprünglichen Nommo-Geister gilt.

  • Heiligtum-Altarstück: Als heiliges Altarstück wurde diese Skulptur tief im Familienschrein oder im eigenen Heiligtum des Hogon aufbewahrt.
  • Dauerhafte Verbindung zu den Gründern: Sie diente als dauerhafte physische Verbindung zu den Gründervorfahren, die in Krisenzeiten angerufen wurden, um die Ankunft des saisonalen Regens, die Fruchtbarkeit der Hirseernte und den Fortbestand der kosmischen Ordnung des Dorfes sicherzustellen.

3. Kanonische Veröffentlichung und Austrocknung des Steilhangs

Unanfechtbarer Stammbaum der Elite.

  • Veröffentlicht in DOGON, S. 34: Dokumentiert in dem maßgeblichen Referenztext.
  • Versteinertes Holz: Geschützt vor Regen, aber ein Jahrhundert lang trockenen, abrasiven Saharawinden in den Bandiagara-Felshöhlen ausgesetzt - das Holz wurde vollständig von natürlichen Ölen befreit und hinterließ die blasse, kalkhaltige, tief zerklüftete, hochgradig brüchige Oberfläche, die das ultimative Markenzeichen der alten malischen Antike ist.

Zusammenfassung

Diese in der kanonischen Literatur veröffentlichte Dogon-Figur Hogon aus dem 19. Jahrhundert ist ein Artefakt von höchstem anthropologischem und marktwirtschaftlichem Wert. Ihre strenge kubistische Streckung und die makellose Patina aus der Höhle machen sie zu einem Meisterwerk der westafrikanischen Bildhauerei.

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