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Notizen

DOGON Walu Antilopenmaske (Nommo Dyula)

Eine auffällige Dogon Walu Antilopenmaske (1. Hälfte 20. Jh., 85 cm) aus Mali - katalogisiert als Nommo Dyula, charakterisiert durch ein markantes rechteckiges, kastenförmiges Gesichtsfeld mit tiefen, rechteckigen Augenhöhlen, bekrönt von zwei unglaublich langen, nach hinten schwingenden Hörnern, die mit abwechselnd roten, weißen und schwarzen geometrischen Bändern bemalt sind. Das Holz ist stark getrocknet und weist authentische zeremonielle Kantenabnutzungen auf.

1. Die Architektur des Antilopengeistes

Die Morphologie wird klassischerweise mit der Dogon Walu (mythische Antilope) Maske in Verbindung gebracht.

  • Brutalistische Box + geschwungene Hörner: Der Künstler hat ein phänomenales Gleichgewicht zwischen strengem brutalistischem Kubismus und eleganten geschwungenen Kurven erreicht - das Gesicht ist ein kompromissloses starres Rechteck, tief ausgehöhlt, um dunkle dramatische Schatten über den Augen zu erzeugen.
  • Aerodynamische Silhouette: Diese kastenförmige Architektur wird durch die massive, geschwungene Anmut der hohen Hörner vollständig ausgeglichen, wodurch eine aerodynamische Silhouette entsteht, die darauf ausgelegt ist, bei hochsportlichen Leistungen durch die Luft zu gleiten.

2. Die Awa-Gesellschaft und das Dama-Festival

Diese massive Maske war ein zentraler Bestandteil des Dama - des spektakulären mehrtägigen Totenfestes, das von den Awa (der Gesellschaft der Eingeweihten) veranstaltet wurde.

  • Mythisches Urtier: Der Walu- oder Nommo-Geist repräsentiert die mythischen ungezähmten Tiere, die die Erde zu Beginn der Schöpfung bevölkerten.
  • Der Tänzer, der diese schwere Maske trug, führte einen aggressiven, gewalttätigen, stark strukturierten Tanz auf, bei dem er mit einem Stock auf den Boden schlug, um das Tier zu imitieren - diese Darbietung war kosmologisch notwendig, um die umherirrenden Seelen der Verstorbenen aus dem Dorf in das Reich der Ahnen zu treiben.

3. Polychrome Oxidation und Höhlenaustrocknung

Der physische Zustand der Höhle bestätigt perfekt ihre Herkunft aus dem frühen 20. Jahrhundert am Bandiagara-Steilhang.

  • jahrhundert am Bandiagara-Steilhang. Mit dem Holz verbundene Pigmente: Die kräftigen, kontrastreichen dreieckigen und gebänderten Pigmente (roter Ocker, weißes Kaolin, schwarzer Ruß) sind tief verblasst, abgeblättert und mit der Zellstruktur des Holzes verbunden.
  • Dry Splintering von Cliff Storage: Das Holz zeigt extreme Austrocknung - trocken, pulverig, und Splitterung an den Rändern - garantiert die Maske wurde in der trockenen windgepeitschten Klippen Höhlen von Mali zwischen Dama Leistungen gespeichert.

Zusammenfassung

Diese massive, 85 cm große Dogon-Maske ist eine atemberaubende Verschmelzung von strenger kubistischer Architektur und schwungvoller zoomorpher Anmut. Ihre stark verblichenen einheimischen polychromen Pigmente und die trockene Höhlenexsikkation machen sie zu einem der wichtigsten Artefakte der malischen Totenmaskerade.

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