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Notizen

TUSIA Plank Maske (Loniake)

Eine flache Holzmaske (wohl 1. Hälfte 20. Jh., 73 cm), bekannt als Loniake, die den Tusia (Toussianern) in Burkina Faso zugeschrieben wird. Sie ist mit Bienenwachs/Harz verziert und mit roten Abrus-Samen in geometrischen Mustern versehen.

1. Die Ästhetik der Tafel

Die Tusia verwenden eine ausgeprägte zweidimensionale Ästhetik.

  • Die Bretterform: Die Maske ist im Wesentlichen ein flaches, rechteckiges Holzbrett, das oft von stilisierten Tierhörnern oder einem Vogelkopf gekrönt wird. Sie verzichtet weitgehend auf die volumetrische skulpturale Schnitzerei benachbarter Gruppen zugunsten einer flachen Ebene für grafische Symbole.

2. Schutz durch Abrus-Samen

  • Die rote Verzierung: Ein charakteristisches Merkmal der Loniake ist ihre Oberflächenverzierung. Es wird eine Schicht Bienenwachs oder Harz auf das Holz aufgetragen, in die rote Abrus precatorius-Samen ("Krabbenaugen") in geometrischen Mustern – wie Quadraten, X-Formen und Kreisen – eingebettet sind.
  • Wirkung: Abrus-Samen sind hochgiftig, wenn sie verschluckt werden. Die Verwendung der Samen als Dekoration wird in der ethnographischen Literatur oft als visueller Hinweis auf die wehrhafte Kraft der Maske gedeutet.

3. Die Do-Gesellschaft

Diese Masken sind eng mit rituellen Kontexten verbunden.

  • Initiations-Schild: Sie werden der Do-Geheimgesellschaft während der Initiation junger Männer zugeordnet. Die Maske fungiert traditionell als Schutzschild gegen negative Einflüsse und soll mit ihrer roten Bildsprache nicht eingeweihte Personen auf Distanz halten.

Zusammenfassung

Die Loniake gilt als ein bemerkenswertes Beispiel für Mixed-Media-Grafikdesign. Durch die Verwendung roter Samen auf einer flachen Holzfläche schufen die Tusia ein eindringliches visuelles Zeichen, das dem Schutz ihrer Initiationsriten dienen soll.

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