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Notizen

DOGON Reiterlicher Krieger aus Eisen mit Schild und Speer (René Salanon Coll., Künzi factsheet, Published "DOGON", 19. Jh., 22 cm)

Diese dynamische Eisenskulptur stellt einen langgestreckten Reiter dar, der einen markanten runden Schild und einen langen Speer hält und auf einem tief geschwungenen, abstrakten Pferd sitzt. Eine dicke, stabile Eisenoxidpatina überzieht die gesamte kriegerische Komposition.

1. Ästhetischer Stil und regionale Züge

Im Gegensatz zu den passiven, betenden Reiterfiguren (z. B. Nr. 971) stellt diese Skulptur ausdrücklich einen Krieger in aktiver Verteidigung dar. Der Schmied hat einen perfekt runden Schild und einen scharfkantigen Speer meisterhaft in das dünne, lineare Gerüst des Reiters integriert. Dadurch verlagert sich die ästhetische Erzählung vom Bittgebet zum Angriff und zum Schutz. Die tiefe Krümmung des Pferdekörpers verstärkt das Gefühl des Vorwärtsdrangs und schafft eine Komposition, die von Natur aus kinetisch und aufmerksam wirkt.

2. Rituelle Funktion und Schutz der Abstammung

In der Gesellschaft der Dogon war die Bedrohung durch Kriege und Sklavenüberfälle eine historische Realität, die sich oft in ihrer Kunst widerspiegelt. Eine mit Schild und Speer bewaffnete Reiterfigur auf einem Ahnenaltar diente als spiritueller Beschützer. Sie symbolisierte die Macht der Vorfahren, bösartige Kräfte, Hexerei oder physische Feinde, die der Ahnenreihe schaden wollten, aktiv abzuwehren. Es stellt die Nommo in ihrer schützenden, kämpferischen Form dar, die die Sicherheit des Dorfes gewährleistet.

3. Physische Patina und Altersnachweis

Die filigranen Details dieses Stücks - insbesondere der dünne Speer und die Verbindungspunkte des Schildes - haben auf wundersame Weise den aggressiven Oxidationsprozess überstanden. Das Eisen ist von einem gleichmäßigen, dunkelbraunen, körnigen Rost überzogen, der charakteristisch für Gegenstände ist, die über viele Jahrzehnte hinweg vergraben oder stark mit organischen Schreinflüssigkeiten getränkt wurden. Die Provenienz des Salanon unterstreicht seine archivarische Integrität und beweist, dass er gesammelt wurde, bevor moderne Reproduktionen den Markt überschwemmten.

Zusammenfassung

Diese seltene Darstellung einer aktiven kriegerischen Verteidigung verwandelt den Dogon-Reiter mit Speer und Schild in einen mächtigen spirituellen Beschützer. Die makellose strukturelle Erhaltung inmitten einer tiefgreifenden, starken Oxidation kennzeichnet sie als einen erstklassigen ethnografischen Schatz aus dem 19.

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