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Notizen

DOGON Monumentaler 83 cm langer Eisenstab mit Mittelstielhaken (René Salanon Coll., Künzi factsheet, Published "DOGON", 19. Jh., 83 cm)

Dieser monumentale, 83 cm lange Eisenstab ist mit einem stilisierten humanoiden Kopf und erhobenen, dreizackförmigen Armen gekrönt, die durch einen dicken, schweren Haken ergänzt werden, der in der Mitte des vertikalen Schafts geschmiedet ist. Eine dichte, gleichmäßige Schicht aus dunkelbraunem Eisenoxid überzieht die gesamte, unnachgiebige Komposition.

1. Ästhetischer Stil und regionale Eigenheiten

Mit 83 Zentimetern ist dies ein außergewöhnlich großes Stück ritueller Schmiedekunst der Dogon. Der Schmied hat eine beherrschende vertikale Achse geschaffen, die in der klassischen orans (betenden) Geste am Scheitelpunkt gipfelt. Die reine Vertikalität wird jedoch in der Mitte absichtlich durch einen schweren, seitlichen Haken unterbrochen. Dadurch entsteht eine strenge, asymmetrische Silhouette, die das spirituelle Flehen des humanoiden Endstücks mit der rohen, brutalen Zweckmäßigkeit einer physischen Schlinge verbindet und so ein Objekt von höchster architektonischer Spannung schafft.

2. Rituelle Funktion und spirituelle Schlinge

Aufgrund seiner überwältigenden Größe und der immensen Menge an wertvollem Eisen, die zu seiner Schmiedung erforderlich war, hätte dieser Stab nur einem überragenden Hogon (oberster religiöser Führer) gehören können. Der Haken in der Mitte des Schafts ist eine funktionelle Falle im geistigen Bereich. Während die obere Figur den Himmel um Segen anfleht, dient der untere Haken der Verteidigung und soll böswillige Hexerei, Flüche oder chaotische Buschgeister abfangen, bevor sie die Erde erreichen und die Gemeinschaft infizieren können.

3. Physische Patina und Altersnachweis

Die Patinierung dieses massiven Stabes ist sehr aufschlussreich. Der untere Teil - wahrscheinlich der Teil, der in den Altar oder die Erde getrieben wurde - weist eine dichtere, körnigere Erdkruste auf. Der obere Schaft, der Kopf und der Haken weisen eine glattere, dunkelbraune atmosphärische Oxidation auf. Dieses logische, aus zwei Zonen bestehende Verwitterungsmuster auf einer so großen Fläche kann nicht künstlich herbeigeführt werden. Es ist der absolute Beweis für eine jahrhundertelange, stationäre Installation in einem großen Dogon-Heiligtum im Freien.

Zusammenfassung

Mit seiner monumentalen Höhe von 83 cm beherrscht dieser Stab den Raum und integriert auf brillante Weise eine spirituelle Verteidigungsfalle in ein aufsteigendes, anthropomorphes Gebet. Seine logische, zweistufige Patinierung weist ihn als den zentralen Anker eines bedeutenden Hogon-Heiligtums aus dem 19.

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