Zum Inhalt
Notizen

Zeremonialschwerter aus Eisen mit verzierten Metallgriffen und Scheiden. Der Griff endet in einer durchbrochenen Krone aus sechs kleinen, an den Händen verbundenen Figuren, darunter hängen Glöckchen; weitere Glöckchen hängen entlang der Scheide.

1. Form und Dekor

Die Klingen sind schmal und laufen spitz zu. Der Griff ist ein flacher, verzierter Schaft mit rechteckigem Gitterdekor am Handschutz, an dem zwei birnenförmige Glöckchen hängen; darüber sitzt die Krone aus sechs Figuren. Die Scheide ist mit verzierten Platten mit eingeritzten geometrischen Mustern belegt und trägt auf beiden Seiten eine Reihe von Glöckchen. Der Katalog gibt die Länge des größeren Schwertes mit 160 cm an, die des kleineren mit 150 cm. Eines der Schwerter ist hier eingesteckt und gezogen zu sehen.

2. Verwendung und Kontext

Nach dem Sammlungskatalog stammen die beiden Schwerter aus der Chefferie Nganbé und dienten bei der Inthronisation des Tikar-Chefs Ngmansie Ntagout als Symbol seiner Unverwundbarkeit und Unbesiegbarkeit. Bei dieser für den ganzen Stamm bedeutsamen Zeremonie stand der Chef auf dem größeren Schwert, während das kleinere auf seinen Kopf gelegt wurde.

3. Oberfläche und Erhaltungszustand

Die Klinge hat eine dunkle, raue Eisenoberfläche mit helleren Abriebstellen. Die Metallbeschläge von Griff und Scheide sind messingbraun, in den Vertiefungen der eingeritzten Muster dunkler.

Zusammenfassung

Diese Tikar-Zeremonialschwerter verbinden schmale Eisenklingen mit einem Griff, den sechs verbundene Figuren krönen, und einer mit Glöckchen behängten Scheide. Sie dienten bei der Inthronisation eines Tikar-Chefs.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

Weitere Werke der Sammlung