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Notizen

Eine etwa 120 cm hohe Messingpfeife aus der Chefferie Nganbé. Den Sockel bildet eine große sitzende Figur, darüber steigt ein langer Stiel mit durchbrochenen Ringen und kleinen Figuren auf.

1. Form und Guss

Die Pfeife ist als hoher, senkrechter Turm aufgebaut. Am Fuß sitzt eine große Figur auf einem Hocker, mit weit auseinanderliegenden Augen, Gitterkopfschmuck und Perlenkragen. In der rechten Hand hält sie einen kleinen Becher, in der linken eine geflochtene Tasche, beides fein ausgearbeitet. Mehrere kleine Figuren stehen auf dem Kopfschmuck und um den Ansatz des Stiels. Der Stiel selbst steigt in vier Stufen auf. Jede Stufe ist durch einen Ring aus durchbrochenem Gitterwerk gekennzeichnet, zwischen den Ringen klettern oder klammern sich schlanke Figuren an den Seiten. Über dem letzten Ring verjüngt sich der Stiel zu einem glatten, spitz zulaufenden Ende mit dem Mundstück.

2. Gebrauch und Kontext

Laut Sammlungskatalog sind Messingpfeifen von solcher Pracht dem Chef eines Clans kleinerer ethnischer Gruppen vorbehalten. Sie werden in der Regel in seinem königlichen Schatzhaus aufbewahrt, meist einer eigenen Hütte im Palastbezirk, und nur zu besonderen Anlässen gezeigt. Solche Objekte waren als äußere Zeichen des Reichtums des Chefs gedacht.

3. Oberfläche

Das Messing ist dunkelbraun, mit glattem, leicht goldenem Schimmer an Gesicht, Händen und geflochtener Tasche, in den Gitterringen und zwischen den kleinen Figuren sind die Töne dunkler. Der lange Stiel trägt in der Mitte ein fein gerilltes Band.

Zusammenfassung

Eine hohe Tikar-Messingpfeife mit sitzender Figur am Fuß und einem Stiel aus durchbrochenen Ringen und kletternden Figuren, als Zeichen des Reichtums eines Chefs gedacht.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

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