Ein rundes Tongefäß der Chamba aus Nordkamerun, oben mit einem modellierten Menschengesicht und einem weiten, hohlen Mund.
1. Form und Modellierung
Der Kopf ist klein im Verhältnis zum vollen, breiten Körper. Zu beiden Seiten des Gesichts stehen große, flache Ohren wie Scheiben ab. Die Augen sind flache, schlitzartige Mulden, auf jeder Wange sitzt eine kurze senkrechte Ritzung. Die Nase hat durchbohrte Nasenlöcher, vom Scheitel ragt ein kleiner Knubbel, und am Kinn hängt ein kurzer Fortsatz. Der Mund ist eine weite, offene Höhlung. Um die Vorderseite des Körpers läuft ein erhabener ovaler Wulst, daneben sind zwei Arme in flachem Relief angedeutet. Unterhalb dieses Bandes verjüngt sich das Gefäß zum Boden hin.
2. Kontext
Der Sammlungskatalog nennt als Herkunft das Dorf Yeli in der Provinz Trans-Faro und verweist auf einen verwandten Chamba-Ahnentopf. Dieser stammt von einem Hausaltar vor einer Hütte und diente der Verständigung mit dem Ahnen, den er darstellt.
3. Oberfläche
Die Oberfläche ist matt, körnig und braungrau, mit rötlichen Stellen. Auf Gesicht, Ohren und Schultern haften helle, körnige Ablagerungen. Der Topf steht auf einem geflochtenen Faserring.
Zusammenfassung
Ein Chamba-Ahnentopf aus dem Dorf Yeli mit großohrigem Gesicht und gewölbtem, gewulstetem Körper.
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