Bemalte hölzerne Tanzmasken der Igala, etwa 30 cm hoch, aus der Region der Flüsse Niger und Bénoué in Nigeria. Die gezeigte Maske hat ein helles Gesicht, schwarze Wangenmarkierungen und eine Frisur aus schwarz-weißen Rippen.
1. Form und Bemalung
Das Gesicht ist oval und ruhig, mit geschlossenen, rot bemalten Lippen, einer langen schmalen Nase und mandelförmigen, schwarz umrandeten Augenöffnungen. Geschwungene schwarze Brauen treffen in der Stirnmitte auf einen kurzen senkrechten Strich, Gruppen diagonaler schwarzer Linien auf Wangen und Schläfen stehen für Skarifikationsmuster. Das Kinn ist als Bart schwarz bemalt.
Am auffälligsten ist die Frisur. Sieben erhabene Bänder, schwarz bemalt und mit Fischgrätmuster geschnitzt, laufen vom vorderen Haaransatz über den Scheitel und werden von schmalen weißen Graten getrennt. Eine rote Zone mit gezacktem weißem Rand rahmt den Kopf an den Seiten, tief angesetzt sitzen kleine Ohren.
2. Gebrauch und Kontext
Laut Sammlungskatalog leben die Igala nahe den großen Flüssen Niger und Bénoué und haben ihre vielfältigen Kulthandlungen bewahrt, in deren Mittelpunkt der Begräbniskult steht. Je nach Stellung des Verstorbenen sind diese Feiern sehr aufwendig und finden in mehreren Etappen statt. Vorher wird ein junger Hahn geopfert, dessen Blutspur zeigt, ob die Geister bereit sind, das Ritual anzunehmen. Der Katalog beschreibt die Masken als sehr bunt und immer wieder farblich aufgefrischt und vermutet, dass sie aus einem Familienverband stammen.
3. Oberfläche
Die Farbe im Gesicht ist stellenweise kreidig und rissig, an kleinen Stellen hat sich die helle Schicht gelöst. Die schwarzen und roten Flächen glänzen stärker und sind kräftiger in der Farbe.
Zusammenfassung
Leuchtend bemalte Igala-Tanzmasken, hier mit hellem Gesicht, schwarzen Zeichen und gerippter Frisur, verbunden mit den Begräbnisfeiern der Niger-Bénoué-Region.
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