DOGON Mythische Arche mit den acht Original Nommo (veröffentlicht)
Eine monumentale trogartige Dogon-Holzarche (19. Jh., 130 cm) aus Mali - geschnitzt in Form eines länglichen pferdeköpfigen Gefäßes, dessen Flanken tief in Hochrelief geschnitzt sind und Reihen von geometrischen, menschenähnlichen Figuren zeigen, die die acht ursprünglichen Nommo darstellen. Das schwere Holz ist stark ausgetrocknet, blass und hat tiefe Risse. Veröffentlicht in DOGON S. 68
1. Narrative Skulptur und komplexes Relief
Während die Kunst der Dogon häufig durch freistehende Solitärfiguren gekennzeichnet ist, zeigt diese massive Arche ihre tiefgreifende Fähigkeit zur komplexen narrativen Reliefschnitzerei.
- Rhythmischer kubistischer Fries: Die dicken Flanken dienen als weitläufige Leinwand - der Künstler schnitzt akribisch einen rhythmischen durchgehenden Fries aus starren kubistischen Figuren, die Schulter an Schulter stehen und sich nahtlos in die geschwungene zoomorphe Form der Arche einfügen.
- Seltenes Format: Die Synthese einer funktionalen Gefäßform mit architektonischen Schnitzereien im Hochrelief ist ein seltenes und sehr geschätztes Dogon-Format.
2. Der Abstieg des Nommo
Dieses Objekt ist die buchstäbliche physische Manifestation des heiligsten Dogon-Mythos - der Herabkunft der Arche der Welt.
- Ammas himmlische Arche: Nach der von Marcel Griaule aufgezeichneten Kosmologie schickte der Schöpfer Amma eine riesige Arche vom Himmel herab, die von einem Pferd (dargestellt durch den geschnitzten Kopf am Bug) geführt wurde.
- Acht Ahnen an Bord: In ihr befanden sich die acht ursprünglichen Nommo (Ur-Ahnen), die alle Tiere, Pflanzen und das Wissen mit sich führten, das zur Besiedlung der Erde erforderlich war. Diese 130 cm lange Arche war die zentrale heilige Reliquie eines Hogon-Heiligtums - sie repräsentierte die Entstehung des Universums selbst.
3. Kanonische Provenienz und Verwitterung am Steilhang
Die Echtheit dieses Stücks ist in dem maßgeblichen DOGON-Referenzbuch (S. 68) dokumentiert und wissenschaftlich besiegelt.
- Jahrhundertlanges Trocknen in den Felsenhöhlen: Das massive 130 cm lange Holz hat über ein Jahrhundert lang eine extrem langsame Austrocknung in den Bandiagara-Höhlen durchgemacht.
- Wind-geblasen Nommo Erosion: Blasse kalkhaltige Oxidation, tiefe Längsrisse, die die gesamte Länge des Holzes laufen, und die weiche Wind-geblasen Erosion der Hochrelief Nommo Figuren bieten eine unwiderlegbare geologische Zeitstempel des 19.
Zusammenfassung
Diese massive Arche des Nommo ist ein Artefakt von überwältigender Bedeutung und die physische Verkörperung der Dogon-Schöpfungsmythologie. Ihre kanonische Veröffentlichungsgeschichte, ihre schwindelerregende Größe von 130 cm und die tiefgreifende Austrocknung der Höhle im 19. Jahrhundert machen sie zu einem herausragenden Meisterwerk der afrikanischen Kunstgeschichte.



