Zum Inhalt
Notizen

Ein hoher Bronzethron aus der Chefferie Mayap im Sultanat Foumban, fast ganz aus menschlichen Figuren aufgebaut: Stehende Männer tragen den Sitz, Reihen von Dienern bilden die Rückenlehne. Er ist etwa 135 cm hoch.

1. Form und Figuren

Der Thron baut sich in mehreren Stufen auf. Ein breiter runder Sockel mit graviertem Rand trägt einen Kranz stehender Männerfiguren, ein zweiter Kranz, durch einen gebänderten Reif verbunden, stützt die Sitzfläche. Ihre Oberseite ist mit einem kreisförmigen Muster graviert. Dahinter und darüber besteht die gestufte Lehne wiederum aus Figuren. Im unteren Register halten Männer mit erhobenen Armen die darüberliegende Ebene, an den Enden stehen große weibliche Figuren mit sorgfältig gearbeiteten Körpern und Frisuren. In der oberen Ebene sitzt eine zentrale Figur mit runder Kappe, die Knie auseinandergestellt, flankiert von Dienern mit einer Trommel und offenbar Blasinstrumenten. Eine Leiste mit Zickzackgravur schließt die Lehne oben ab.

2. Oberfläche

Die Bronze ist dunkelbraun bis schwärzlich, in den Vertiefungen mit grünlichen Tönen. Erhabene Gesichter, Gliedmaßen und die Kante des Sitzes zeigen einen wärmeren, glatteren Glanz. Feine Gravuren zeichnen an fast allen Figuren Kleidung, Gürtel und Bänder nach.

3. Herkunft

Laut Sammlungskatalog liegt die Chefferie Mayap etwa 40 km nördlich von Foumban und zählte zu den bedeutenderen Chefferien des Sultanats. Nach langen Auseinandersetzungen mit den Sultanen wurde sie diesen schließlich unterworfen. Der heutige Chef Homgoupayon wurde mit etwa vierzehn Jahren von der kamerunischen Regierung eingesetzt und regiert seit mehr als fünfzig Jahren. Er verkaufte mehrere von Vater und Großvater geerbte Objekte, darunter diesen Thron, das Prunkstück der Chefferie. Da er selbst keine Bronzen in Auftrag gegeben hat, folgert der Katalog, dass der Thron von seinem Vater oder Großvater stammt.

Zusammenfassung

Ein aus Figuren aufgebauter Bronzethron aus der Chefferie Mayap, einst deren Prunkstück und vom heutigen Chef verkauft.

KI-unterstützt erstellt aus Sammlungsgutachten, Objektfotografie und eigener Recherche, redaktionell geprüft. Fehler sind möglich — Hinweise darauf sind uns willkommen. Zum Verfahren →

Weitere Werke der Sammlung